Backlinks kaufen Erfahrung: die 12 Monate nach dem Kauf
Erfahrungsberichte zum Linkkauf enden am Tag der Veröffentlichung, dabei beginnt dort erst die Strecke, die über das Ergebnis entscheidet. Was Google im Wortlaut erlaubt, was die Rater Guidelines zur thematischen Passung sagen und was in den 12 Monaten danach zu prüfen ist.
Was hinter der Suche nach Erfahrungen mit dem Backlink-Kauf steht
Wer nach „backlinks kaufen erfahrung" sucht, sucht selten eine Definition. Gesucht wird die Absicherung vor einer Entscheidung, die im Kopf schon gefallen ist.
Das Budget steht in diesen Fällen meist bereit. Offen bleibt die Frage, ob das Geld an dieser Stelle etwas bewegt.
Erfahrungsberichte beantworten diese Frage fast nie. Sie beschreiben den Kauf und hören am Tag der Veröffentlichung auf.
Genau dahinter beginnt die Strecke, die über das Ergebnis entscheidet. Sie dauert zwölf Monate.
Wer nach Erfahrungen sucht, hat die Kaufabsicht meist schon
Nach unserer Erfahrung landen drei Gruppen auf dieser Suchanfrage:
Teams ohne eigene Erfahrung, die das Risiko vor der ersten Buchung abschätzen wollen.
Teams, die bei einem Anbieter unzufrieden waren und wechseln.
Teams mit abgeschlossenem Linkkauf, die keine Wirkung messen.
Die dritte Gruppe ist die größte. Sie hat bezahlt, der Beitrag ist erschienen, und danach hat niemand mehr nachgesehen.
Was hier steht und was auf anderen Seiten steht
Dieser Beitrag liefert kein weiteres Erfahrungsprotokoll. Er liefert das Raster, mit dem sich fremde Erfahrungsberichte lesen lassen.
Drei Themen werden hier bewusst nicht behandelt, weil sie an anderer Stelle vollständig stehen:
Preisspannen je Format und Publisher stehen unter Backlink-Preise.
Das Angebot selbst, mit Ablauf und Leistungsumfang, steht unter Backlinks kaufen.
Die Grundlagen zum Thema, also die Rolle von Links in der Suchmaschinenoptimierung, stehen im Linkbuilding-Guide.
Was Google zum Kauf von Backlinks im Wortlaut sagt
Die verbreitetste Aussage zum Thema lautet, der Kauf von Backlinks verstoße gegen die Google-Richtlinien. Diese Aussage steht so in vielen Ratgebern und in vielen Erfahrungsberichten.
In Googles Dokumentation steht etwas anderes. Der Unterschied lässt sich in zwei Sätzen zeigen.
Der Satz, der Kauf und Verkauf von Links erlaubt
In den Spam-Richtlinien von Google Search Central steht dieser Absatz:
„Wir bei Google wissen, dass der Ankauf und Verkauf von Links ein regulärer Teil der Internetökonomie für Werbe- und Sponsoringzwecke ist. Es verstößt nicht gegen unsere Richtlinien, solange sie qualifiziert sind und das a-Tag den Attributwert rel=nofollow oder rel=sponsored hat."
Google erlaubt den Linkkauf damit ausdrücklich. Die Erlaubnis hängt an einer Bedingung, und die Bedingung ist die Auszeichnung des Links.
Der Geldfluss allein löst also keinen Verstoß aus. Die Grenze verläuft beim weitergegebenen Ranking-Credit.
Wo Google die Grenze zieht
Auf derselben Seite definiert Google Link Spam über den Zweck eines Links. Ein Link ist Spam, wenn er vor allem zur Manipulation von Suchrankings erzeugt wird.
Zwei Beispiele aus Googles eigener Liste treffen den Backlink-Kauf direkt:
Kauf oder Verkauf von Links zu Ranking-Zwecken, einschließlich Geld gegen Links oder gegen Beiträge, die Links enthalten.
Advertorials und Native Advertising, bei denen für Artikel bezahlt wird, deren Links Ranking-Credit weitergeben oder optimierte Ankertexte tragen.
Ein bezahlter Beitrag mit ausgezeichnetem Link fällt nicht unter diese Beschreibung. Ein bezahlter Beitrag mit optimiertem Ankertext und ohne Auszeichnung fällt darunter.
Für bezahlte Platzierungen empfiehlt Google den Wert sponsored. Der Wert nofollow bleibt zulässig und wird von Google weiterhin akzeptiert.
Was das für einen gekauften Link bedeutet
Ein korrekt ausgezeichneter Link gibt kein Gewicht weiter. Ein Link ohne Auszeichnung gibt Gewicht weiter und fällt unter Googles Definition von Link Spam.
Was ein bezahlter Beitrag zuverlässig liefert, sind Reichweite bei einer fremden Leserschaft, eine Erwähnung der Marke und ein Verweis, dem Menschen folgen.
Links bleiben laut Googles Übersicht der Ranking-Systeme ein eigenes System. Dort steht, dass PageRank eines der Kernsysteme aus der Anfangszeit ist und weiterhin genutzt wird.
Die kursierende Gegenaussage, Links seien laut Google kein Top-3-Rankingfaktor mehr, stammt aus einer mündlichen Bemerkung auf einer Konferenz. Ein Mitschnitt dazu existiert nicht.
Thematische Relevanz als dokumentiertes Bewertungskriterium
Thematische Relevanz wird in Angeboten für Backlinks gern als Qualitätsmerkmal verkauft. Sie ist an einer Stelle mehr als das.
Google beschreibt in den Search Quality Rater Guidelines einen Fall, in dem eine korrekt gekennzeichnete Sponsored-Seite trotzdem die schlechteste Bewertungsstufe bekommt. Der Grund ist die fehlende Passung zwischen Inhalt und Publisher.
Der Fall auf Seite 57 der Rater Guidelines
Die Search Quality Rater Guidelines in der Fassung vom 11.09.2025 führen Abschnitt 4.6.4 unter der Überschrift Site Reputation Abuse. Er steht unter Kapitel 4.0, das die Seiten mit der Bewertung Lowest behandelt.
Das Beispiel auf Seite 57 beschreibt einen Artikel auf einer Nachrichtenseite. Über dem Artikel steht ein Banner mit dem Wort Sponsored Content, dazu ein ausführlicher Disclaimer. Die Bewertung lautet Lowest. Google veröffentlicht diese Guidelines weltweit in einer Fassung.
Erstens stammt der Inhalt von einem Dritten, in diesem Fall einem Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Veröffentlicht wurde er auf der Nachrichtenseite, um deren Reputation zu übernehmen.
Zweitens könnte der Inhalt trotz des Hinweises für einen Artikel der Zeitung gehalten werden. Der Disclaimer ändert daran nichts.
Drittens liegt ein klarer Interessenkonflikt vor. Google bezeichnet die Seite deshalb als nicht vertrauenswürdige Informationsquelle.
Die Lehre daraus trägt diesen ganzen Beitrag. Kennzeichnung allein rettet eine Platzierung nicht.
Was Google ausdrücklich nicht als Site Reputation Abuse zählt
Inhalte von Dritten sind für sich genommen kein Site Reputation Abuse. Ein Verstoß entsteht laut Google erst dann, wenn der Inhalt vor allem wegen der bereits etablierten Ranking-Signale der Gastgeberseite dort veröffentlicht wird.
Ausdrücklich ausgenommen sind Advertorials und Native Advertising, deren Zweck darin besteht, Inhalte direkt an die Leser zu bringen.
Der Unterschied liegt also im Zweck der Platzierung. Ein Fachbeitrag über Backlink-Strategien in einem SEO-Magazin erreicht dort Leser, die sich für Backlink-Strategien interessieren.
Derselbe Fachbeitrag auf einem Portal für Gartenbedarf erreicht niemanden, den das Thema betrifft. Übrig bleibt dort nur das Domain Rating der Gastgeberseite.
Was daraus für die Auswahl eines Publishers folgt
Thematische Relevanz lässt sich damit nicht mehr als Marketingargument abtun. Sie steht in einem Dokument, nach dem Google seine eigenen Bewerter arbeiten lässt.
Für die Praxis heißt das, dass die Frage nach dem Thema vor der Frage nach der Metrik kommt. Eine hohe Autorität einer themenfremden Domain ändert die Bewertung des Beispiels auf Seite 57 nicht.
In der Praxis sieht ein Fehlgriff so aus. Ein Anbieter von Buchhaltungssoftware bucht einen Beitrag auf einem Reiseblog mit Domain Rating 62, weil die Domain günstig zu haben war.
Die bessere Version desselben Budgets sieht anders aus. Derselbe Anbieter bucht einen Beitrag auf einem Portal für Selbstständige mit Domain Rating 41, in dem es um die Umsatzsteuervoranmeldung geht und die Software als eine von vier Lösungen vorkommt.
Die zweite Platzierung erreicht Leser mit dem passenden Problem. Sie erfüllt zugleich das Kriterium, an dem Google im Beispiel auf Seite 57 die schlechte Bewertung festmacht.
Welche Publisher zu einer Zielseite passen, leitet MentionIQ bei uns aus Website, Konkurrenz und Keywords ab. Der GetMentioned Score führt Preis, SEO-Daten und Autorität zu einem Wert zusammen.
Was bei einem Verstoß tatsächlich passiert
Rund um dieses Thema kursieren Sätze über Abstrafungen, die sich gut erzählen und schlecht belegen lassen. Googles Dokumentation ist an dieser Stelle konkret.
Der Wortlaut der manuellen Maßnahme
Der Bericht zu manuellen Maßnahmen kennt einen Eintrag namens Unnatural links to your site. Der Text dazu nennt ein Muster unnatürlicher, künstlicher, irreführender oder manipulativer Links, die auf die Website verweisen.
Die Maßnahme trifft die Website, auf die verlinkt wird. Sie erscheint in der Search Console des betroffenen Projekts.
Zur genannten Folge schreibt Google in den Spam-Richtlinien, dass Websites, die gegen die Richtlinien verstoßen, in den Ergebnissen niedriger ranken oder gar nicht erscheinen können.
Der Weg zurück laut Googles Dokumentation
Die Dokumentation beschreibt den Behebungsweg in vier Schritten:
Die Liste der Links zur eigenen Website aus der Search Console herunterladen.
Die verstoßenden Links identifizieren.
Die Inhaber der verlinkenden Seiten kontaktieren und um Entfernung bitten.
Nur die Links, die sich nicht entfernen lassen, per Disavow entwerten.
Danach folgt der Antrag auf erneute Überprüfung. Google verlangt in der Dokumentation ausdrücklich nachweisbare Bemühungen um die Entfernung.
Ein pauschales Disavow ohne vorherige Kontaktversuche führt zur Ablehnung. Dieser Schritt wird in Erfahrungsberichten regelmäßig übersprungen.
Zur Dauer schreibt Google, bei den meisten erneuten Überprüfungen sei mit mehreren Tagen oder Wochen zu rechnen. Bei Anträgen zu Links kann es laut derselben Seite länger dauern.
Was zur Dauer einer manuellen Maßnahme nicht dokumentiert ist
An dieser Stelle gehört eine Fehlanzeige in den Beitrag. Googles Hilfeseite enthält keinen Satz darüber, wie lange eine manuelle Maßnahme gilt.
Sie sagt auch nicht, ob eine Maßnahme von selbst abläuft. Die verbreitete Aussage, eine Penalty laufe nach einer bestimmten Zahl von Monaten aus, lässt sich damit nicht belegen.
Wer diese Zahl in einem Erfahrungsbericht liest, liest eine Annahme. Die Quelle dafür führt regelmäßig auf einen anderen Blogbeitrag zurück.
Die algorithmische Seite seit August 2024
Ein eigenständiges Link Spam Update hat Google seit August 2024 nicht mehr ausgerollt. Linkspam läuft seitdem in den allgemeinen Spam Updates mit.
Das jüngste Spam Update stammt vom 18.08.2026.
Für die Bewertung eines Angebots heißt das, dass ein ausbleibender Ranking-Verlust wenig aussagt. Er bedeutet zunächst, dass die Platzierung bisher nicht aufgefallen ist.
Warum Erfahrungsberichte zum Linkkauf am Tag der Veröffentlichung enden
Erfahrungsberichte zum Backlink-Kauf folgen fast immer demselben Ablauf. Anbieter recherchiert, Angebot verglichen, Text abgestimmt, Beitrag erschienen, Screenshot im Artikel.
An dieser Stelle endet der Bericht. Der Screenshot zeigt den Tag der Veröffentlichung.
Die vier Fragen, die in fast keinem Erfahrungsbericht stehen
Vier Fragen entscheiden darüber, ob eine gekaufte Platzierung etwas gebracht hat:
Steht der Beitrag nach zwölf Monaten noch an derselben URL?
Ist die Seite in Googles Index, und war sie es durchgehend?
Steht der Link im Textkörper, oder steht er in einem Block unter der Überschrift Anzeige?
Bringt die Seite selbst Leser aus den Suchergebnissen?
Diese vier Fragen lassen sich am Tag der Veröffentlichung nicht beantworten. Genau deshalb fehlen sie in den Berichten.
Ein Raster für fremde Erfahrungsberichte
Beim Lesen fremder Berichte hilft ein einfacher Ablauf. Prüfe zuerst das Veröffentlichungsdatum des Berichts gegen das Datum der beschriebenen Buchung.
Liegt weniger als ein Jahr dazwischen, beschreibt der Bericht den Kauf und nicht das Ergebnis. Das macht ihn nicht wertlos, es begrenzt nur seine Aussage.
Prüfe danach, ob der Bericht die verlinkte Seite nennt. Ein Bericht ohne URL lässt sich nicht nachprüfen.
Prüfe zuletzt, ob der Autor selbst Platzierungen verkauft. Diese Angabe steht selten im Text und meist im Impressum.
Ich lese diese Erfahrungsberichte bis zum Ende, und fast jeder hört genau an dem Tag auf, an dem die eigentliche Frage erst beginnt.
David Hahn, Geschäftsführer GetMentioned
Die Zeitachse nach der Veröffentlichung im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die Strecke zusammen, die dieser Beitrag danach im Einzelnen durchgeht. Jede Zeile beschreibt einen Zeitraum, eine Prüffrage und die Datenquelle dazu.
Zeitraum
was geprüft wird
woher die Daten kommen
Woche 1
Position des Links, Attribut, Ankertext, Kennzeichnung
die Seite selbst, Quelltext
Woche 2 bis 8
Indexierung der Platzierung
Search Console, SEO-Tools
Monat 2 bis 6
Bestand des Links, stille Änderungen
Link-Monitoring
Monat 3 bis 12
Traffic der Platzierung, Klicks, Linkprofil
Analytics, Search Console, Backlink-Analyse
Monat 12
Bestand am Ende der Garantiefrist
Link-Monitoring
In der Praxis sehen wir, dass sie bei den meisten Projekten überhaupt nicht stattfindet. Gekauft wird geprüft, geliefert wird abgehakt.
Die Zeitachse nach der Buchung. Jede Etappe hat eine eigene Frage, und keine davon beantwortet der Kaufvorgang.
Woche 1: was direkt nach der Veröffentlichung zu prüfen ist
Die erste Prüfung findet am Tag der Veröffentlichung statt. Sie dauert wenige Minuten und entscheidet über die Möglichkeit einer Reklamation.
Vier Merkmale werden dabei gegen den Auftrag gehalten. Alle vier stehen im Quelltext der Seite.
Wo der Link auf der Seite steht
Ein Link im Fließtext steht in einem anderen Kontext als ein Link in einer Liste am Seitenende. Diesen Unterschied führt Google in den Rater Guidelines als Merkmal der redaktionellen Einbindung.
Drei Positionen kommen bei gekauften Contentlinks regelmäßig vor:
im Textkörper, umgeben von Sätzen, die den Verweis begründen
in einem Kasten unter der Überschrift Anzeige oder Partnerbeitrag
in den Kommentaren unter einem fremden Beitrag
Die dritte Variante ist die schwächste. Links in Kommentaren tragen selten redaktionelles Gewicht und werden von vielen Seiten pauschal mit nofollow ausgegeben.
Ein häufiger Fehlgriff sieht so aus. Der bestellte Contentlink erscheint als letzter Satz des Beitrags, in der Form „Mehr Informationen findest du hier".
Die bessere Version liest sich anders. Der Link steht im dritten Absatz, im Satz „Die Umsatzsteuervoranmeldung lässt sich in vielen Buchhaltungsprogrammen direkt übermitteln", und der Ankertext benennt das Thema der Zielseite.
Welches Linkattribut gesetzt ist
Das Attribut steht im Quelltext am a-Tag. Es lässt sich in jedem Browser über die Entwicklerkonsole ablesen.
Drei Fälle sind möglich. Kein Attribut, rel=nofollow oder rel=sponsored.
Welcher Fall vorliegt, gehört vor der Buchung in die Absprache. Ein Anbieter, der dazu keine Angabe macht, lässt eine Frage offen, die Google in seiner Dokumentation ausdrücklich behandelt.
Bei uns steht die Angabe zum Attribut an jedem Publisher im Marktplatz, zusammen mit Thema, organischem Traffic, SEO-Daten und Preis je Platzierung.
Ob Ankertext und Zielseite dem Auftrag entsprechen
Der Ankertext ist der sichtbare Text des Links. Er wandert bei der Textabstimmung durch mehrere Hände, und Feedback aus der Redaktion ändert ihn häufiger, als Auftraggeber erwarten.
Zwei Abweichungen kommen regelmäßig vor. Der Ankertext wurde von der Redaktion umformuliert, oder die Zielseite wurde durch die Startseite ersetzt.
Auch die Verteilung der Ankertexte gehört hierher. Ein Linkprofil, in dem zwanzig gekaufte Platzierungen denselben Money-Ankertext tragen, weist ein Muster auf, das Google in den Spam-Richtlinien unter optimierten Ankertexten führt.
Die bessere Version ist eine Mischung. Markenname, URL, Themenbegriff und ein beschreibender Halbsatz stehen dabei nebeneinander, und der exakte Money-Ankertext bleibt die Ausnahme.
Ob die Seite eine Kennzeichnung trägt
Deutsche Publisher setzen bei bezahlten Beiträgen in der Regel eine Kennzeichnung. Sie steht als Anzeige, Werbung, Sponsored Post oder Partnerbeitrag über dem Text.
Eine fehlende Kennzeichnung ist kein Vorteil für den Auftraggeber. Sie verlagert ein Risiko auf den Publisher, mit dem eine Zusammenarbeit über Jahre laufen soll.
Woche 2 bis 8: die Indexierung der Platzierung
Ein Beitrag, den Google nicht im Index hat, existiert für die Suche nicht. Für die Bewertung des Links gilt dasselbe.
Warum der site-Test keine verlässliche Auskunft gibt
Die verbreitete Empfehlung lautet, die URL mit dem site-Operator in die Google-Suche einzugeben. Kommt ein Treffer, gilt die Seite als indexiert.
Google widerspricht dieser Methode in der eigenen Dokumentation zum site-Operator. Dort steht, dass der Operator nicht zwangsläufig alle URLs zurückgibt, die unter dem angegebenen Präfix indexiert sind.
Der Indexierungsstand einer fremden Domain lässt sich von außen nicht verlässlich messen.
Woran sich die Indexierung stattdessen ablesen lässt
Für die eigene Website liefert die Search Console verlässliche Daten. Für eine fremde Publisher-Seite stehen drei indirekte Anhaltspunkte zur Verfügung:
Der Link erscheint im Backlink-Profil der eigenen Domain in einem SEO-Tool wie Ahrefs, Semrush oder Sistrix.
Die Seite rankt für eine wörtliche Phrase aus ihrem eigenen Text.
Die Search Console meldet die verweisende Seite unter den Links zur eigenen Website.
Der erste Punkt ist der brauchbarste. Ein Crawler eines SEO-Tools findet den Link unabhängig von Googles Index, der dritte Punkt setzt Googles Index voraus.
Die Suche nach einer wörtlichen Phrase ist der schnellste Test. Wer einen ungewöhnlichen Halbsatz aus dem Beitrag in Anführungszeichen sucht und die Seite findet, hat die Indexierung belegt.
Was eine nicht indexierte Platzierung bedeutet
Bleibt eine Platzierung nach acht Wochen ohne Anzeichen einer Indexierung, hat das mehrere mögliche Ursachen. Drei kommen häufig vor.
Die Seite kann per noindex ausgeschlossen sein. Das lässt sich im Quelltext prüfen und wäre ein Reklamationsgrund.
Die Domain kann in Teilen aus dem Index gefallen sein. Das betrifft dann auch andere Beiträge der Seite und zeigt sich an einem Einbruch ihres organischen Traffics.
Die Seite kann schlicht in der Warteschlange stehen. Google indexiert Beiträge auf wenig gecrawlten Domains mit Verzögerung.
Für die nächste Buchung zählt vor allem der zweite Fall. Eine Domain mit fallendem organischem Traffic liefert Platzierungen, die immer weniger Menschen sehen.
Monat 2 bis 6: Bestand, Ankertext und stille Änderungen
Ab dem zweiten Monat verschiebt sich die Prüffrage. Sie lautet nun, ob die Platzierung noch da ist und unverändert dasteht.
Die vier Arten, auf die eine gekaufte Platzierung verschwindet
Ein gekaufter Link verschwindet selten mit Ansage. Vier Muster kommen in der Praxis regelmäßig vor:
Der Beitrag wird gelöscht, die URL liefert einen 404.
Der Beitrag bleibt, der Link wird aus dem Text entfernt.
Das Attribut wird nachträglich auf nofollow gesetzt.
Die Domain wechselt den Betreiber, und der Bestand wird bereinigt.
Der zweite Fall fällt ohne Prüfung am längsten nicht auf. Die URL antwortet weiterhin mit 200, der Screenshot stimmt weiterhin, und der Link ist trotzdem weg. Der dritte Fall steht nur im Quelltext.
Genau für diese Fälle gibt es Backlink-Monitoring. Eine Prüfung im Quartal genügt, um alle vier Muster zu erkennen.
Gemietete Links und der Tag, an dem die Miete endet
Ein Teil des Marktes verkauft Platzierungen auf Zeit. Der Link steht dann so lange, wie eine monatliche Gebühr läuft.
Dieses Modell ist zulässig und wird von manchen Anbietern offen so beschrieben. Problematisch wird es, wenn der Auftraggeber es nicht weiß.
Endet die Miete, verschwinden alle betroffenen Links am selben Tag. Die Sichtbarkeit, die auf ihnen aufgebaut hat, geht mit ihnen.
Die Frage danach gehört vor jede Buchung. Sie lautet, ob der Link dauerhaft steht oder mit einer Laufzeit läuft.
Bei uns steht die Platzierung dauerhaft. Zusätzlich prüfen wir jedes Placement zwölf Monate lang auf Verfügbarkeit, Ankertext und Indexierung.
Wie sich Ankertexte nachträglich ändern
Ankertexte ändern sich nach der Veröffentlichung häufiger, als der Auftraggeber annimmt. Zwei Anlässe sind typisch.
Bei einem Relaunch der Publisher-Website wandern alte Beiträge in ein neues Template. Formatierungen im Fließtext gehen dabei gelegentlich verloren.
Bei einer redaktionellen Überarbeitung wird ein Beitrag aktualisiert. Ein Ankertext wird dabei umformuliert, ohne dass jemand den Auftraggeber informiert.
Was eine Linkgarantie abdeckt
Eine Linkgarantie ist die Zusage, einen ausgefallenen Link innerhalb einer Frist wiederherzustellen oder zu ersetzen. Sie ist der Grund, aus dem sich der Bestand überhaupt lohnt zu messen.
Vor der Buchung sind drei Angaben dazu relevant:
Über welchen Zeitraum läuft die Garantie?
Deckt sie nur den 404-Fall oder auch die Entfernung des Links aus dem Text?
Gilt Ersatz auf einer anderen Domain als Erfüllung?
Bei uns läuft die Prüfung zwölf Monate. Fällt ein Link in dieser Zeit aus, ersetzen wir ihn ohne Aufpreis.
Monat 3 bis 12: die Sichtbarkeit der Platzierung selbst
Ab dem dritten Monat lässt sich die Frage stellen, die alle vorherigen zusammenfasst. Sie lautet, ob die Seite, auf der die Platzierung steht, überhaupt gelesen wird.
Organischer Traffic der Seite, auf der die Platzierung steht
Der erste Wert ist der organische Traffic der Publisher-Seite. Er lässt sich in SEO-Tools schätzen und wird dort auch als Schätzung ausgewiesen.
Zwei Werte sind zu unterscheiden. Der Traffic der gesamten Domain und der Traffic der einzelnen URL, auf der die Platzierung steht.
Der zweite Wert ist der aussagekräftigere. Eine Domain mit 80.000 Besuchen im Monat kann eine Unterseite tragen, die zehn davon bekommt.
Ein Negativbeispiel aus Angeboten lautet „Platzierung auf einer Domain mit über 50.000 Besuchern monatlich."
Die bessere Version derselben Angabe lautet „Der Beitrag erscheint in der Rubrik Steuern, die im Monat rund 2.400 Besuche aus den Suchergebnissen bekommt, und wird zusätzlich vier Wochen auf der Startseite verlinkt."
Klicks aus der Platzierung auf die eigene Zielseite
Der zweite Wert sind die Klicks, die über den Link auf die eigene Website kommen. Sie stehen im Analytics-Bericht unter den Verweisen.
Diese Zahl fällt in fast allen Fällen niedrig aus. Zweistellige Klickzahlen im Monat sind bei einer thematisch passenden Platzierung ein guter Wert.
Ein Link ohne einen einzigen Klick über zwölf Monate beschreibt eine Seite, die niemand liest.
Kommentare, Shares und sonstiges Engagement unter dem Beitrag sind ein zusätzliches Anzeichen. Sie zeigen, dass echte Leser die Seite erreichen.
Was sich am eigenen Linkprofil ablesen lässt
Der dritte Wert steht im eigenen Backlink-Profil. Eine Backlink-Analyse im Quartal zeigt, wie sich die Zahl der verweisenden Domains entwickelt.
Drei Kennzahlen genügen für die Beurteilung:
die Zahl der verweisenden Domains insgesamt
die Verteilung der Ankertexte über alle Verweise
der Anteil der Verweise aus thematisch passenden Umfeldern
Der dritte Wert ist der, an dem sich der Nutzen gekaufter Platzierungen ablesen lässt. Er steigt nur, wenn die Auswahl der Publisher zum eigenen Thema passt.
Eine Ranking-Verbesserung lässt sich einer einzelnen Platzierung nicht zuordnen. Zu viele Faktoren wirken gleichzeitig, von der Onpage-Optimierung über die Konkurrenz bis zu Googles Updates.
Zuordnen lässt sich die Entwicklung über mehrere Quartale. Steigen passende verweisende Domains und die Sichtbarkeit der Zielseite parallel, ist das der belastbarste verfügbare Zusammenhang.
Der deutsche Kennzeichnungsrahmen beim Linkkauf
Neben Googles Richtlinien steht in Deutschland ein rechtlicher Rahmen. Er betrifft die Kennzeichnung bezahlter Beiträge und gilt unabhängig davon, wie der Link ausgezeichnet ist.
Paragraf 5a Absatz 4 UWG
Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb regelt die Kenntlichmachung kommerzieller Zwecke. In Paragraf 5a Absatz 4 UWG steht der Wortlaut:
„Unlauter handelt auch, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte."
Die Pflicht trifft zunächst den Publisher, der den Beitrag veröffentlicht. Sie betrifft den Auftraggeber mittelbar, weil eine Platzierung ohne Kennzeichnung angreifbar bleibt.
Der Maßstab im Gesetz ist die Erkennbarkeit für den Leser. Ein Beitrag, der wie eine redaktionelle Empfehlung aussieht und bezahlt wurde, erfüllt diesen Maßstab ohne Kennzeichnung nicht.
Der Leitfaden beschreibt, wie eine Kennzeichnung platziert und formuliert sein muss. Maßgeblich sind Position, Größe und Eindeutigkeit des Begriffs.
Ein Negativbeispiel aus dem Markt sieht so aus. Ein bezahlter Beitrag trägt am Seitenende in grauer Schrift den Vermerk „in Kooperation entstanden".
Die bessere Version sitzt an anderer Stelle. Über der Überschrift steht in derselben Schriftgröße wie die Rubrik das Wort „Anzeige", und darunter folgt eine Zeile mit dem Namen des Auftraggebers.
Diese Fassung erfüllt zugleich das Kriterium, das Google im Beispiel auf Seite 57 der Rater Guidelines anlegt. Der Leser erkennt sofort, wer den Inhalt verantwortet.
Die kursierenden Marktzahlen zum Linkkauf im Faktencheck
Zu keinem anderen Teil dieses Themas kursieren so viele Zahlen wie zu Preisen und Verbreitung. Fast alle davon lassen sich auf wenige Quellen zurückführen.
Diese Quellen halten einer Prüfung überwiegend nicht stand. Der Befund ist unbequem und zugleich die brauchbarste Information in diesem Beitrag.
„Ein guter Backlink kostet im Schnitt rund 350 Euro"
Diese Zahl steht in vielen deutschen Ratgebern. Sie geht auf eine Auswertung zurück, in der zwei getrennte Stichproben erhoben wurden.
Die erste Stichprobe umfasste 450 angefragte Seiten und betraf Niche Edits, also nachträglich gesetzte Links in bestehenden Beiträgen. Der Durchschnittspreis lag bei 361,44 US-Dollar, und nur 12,6 Prozent der Seiten waren verkaufsbereit.
Die zweite Stichprobe umfasste 180 angefragte Seiten und betraf bezahlte Gastbeiträge. Der genannte Durchschnittspreis lag dort bei 77,80 US-Dollar.
Die deutsche Wiedergabe addiert beide Stichproben zu 630 Anfragen und übernimmt nur den Preis aus der ersten. Aus zwei Formaten mit sehr verschiedenen Preisen wird eine einzige Zahl.
Für den deutschen Markt trägt sie zusätzlich deshalb nicht, weil hier der bezahlte Beitrag das dominierende Format ist. Für dieses Format nennt dieselbe Auswertung den niedrigeren der beiden Werte.
Zur Methodik schreibt der Autor selbst, er habe vor einigen Jahren eine kleine Untersuchung durchgeführt. Ein Erhebungszeitraum steht nicht dabei, Nischen und Länder sind nicht benannt.
„74,3 Prozent der SEO-Profis kaufen Backlinks"
Diese Zahl ist die meistzitierte Angabe zur Verbreitung des Linkkaufs unter SEO-Experten. Ihre Primärquelle liefert seit Herbst 2025 eine Weiterleitung auf die Startseite des Anbieters.
Aus archivierten Fassungen lässt sich der Verlauf rekonstruieren. Im Oktober 2025 trug der Titel die Jahreszahl 2025, im März 2023 dieselbe Überschrift die Jahreszahl 2023.
Stichprobengröße und Methodikabschnitt waren in beiden Fassungen identisch. Es handelt sich um eine einzige Erhebung von spätestens Januar 2023, deren Titeljahr über Jahre hochgesetzt wurde.
Die Grundgesamtheit waren 755 Leser eines Blogs zu Nischenseiten. 525 davon betrieben selbst Nischenseiten.
„62,5 Prozent der Agenturen verlangen mindestens 500 Euro"
Diese Zahl stammt aus einer im Februar 2026 veröffentlichten Auswertung eines deutschen Agenturverzeichnisses. Sie wird dort als Studie 2026 geführt.
Die Stichprobe umfasst 13 Agenturen. Die einzelnen Prozentwerte gehen auf 8 bis 12 Antworten zurück.
62,5 Prozent von 8 sind fünf Agenturen. Aus fünf Nennungen entsteht auf diesem Weg eine Prozentangabe mit Nachkommastelle.
Die Standardreihe zum Linkbuilding ist seit 2022 eingestellt
Über Jahre gab es eine wiederkehrende Branchenumfrage zum Linkaufbau, den State of Link Building von Aira. Die letzte Ausgabe erschien 2022, mit 270 Teilnehmern und ohne Erhebungszeitraum. Für 2023 bis 2026 gibt es keine Ausgabe.
Der zweite Befund dazu wiegt schwerer. Diese Umfrage hat nie nach Anteilen beim Linkkauf oder nach Preisen gefragt.
Paid Links war dort eine von rund 25 Antwortoptionen zur Frage nach genutzten Techniken. Jede Preiszahl, die dieser Reihe zugeschrieben wird, ist falsch zugeordnet.
Eine eingestellte Reportreihe ist ein Signal. Sie bedeutet, dass in diesem Feld niemand mehr misst.
Was nach August 2024 erhoben wurde, stammt von Verkäufern
Zwei neuere Erhebungen zum Thema existieren, beide aus dem Jahr 2026. Beide stammen von Unternehmen, die selbst Platzierungen verkaufen.
Merkmal
Erhebung A
Erhebung B
veröffentlicht
März 2026
März 2026, aktualisiert August 2026
Stichprobe
518 SEO-Profis
500 SEO-Profis
Erhebungszeitraum
nicht angegeben
erstes Quartal 2026
Rekrutierung
LinkedIn, Ads, E-Mail
eigener Kunden- und Partnerkreis
Kernzahl
508,95 USD akzeptabler Durchschnittspreis
76 Prozent zahlen 300 USD oder mehr
Beide messen Zahlungsbereitschaft. Gezahlte Preise messen sie nicht.
Zitierfähig sind solche Zahlen nur mit diesen beiden Etiketten. Ohne sie beschreiben sie einen Markt, den sie nicht erhoben haben.
Für Deutschland gibt es überhaupt keine belastbare Erhebung. Geprüft und ohne Fund blieben dabei BVDW, Sistrix, Ryte und mehrere deutsche Agenturen.
Fünf Prüffragen für jede Zahl aus einem Erfahrungsbericht
Aus diesen Fällen lässt sich ein kurzer Prüfablauf ableiten. Er dauert wenige Minuten je Zahl:
Wie groß war die Stichprobe, und steht die Zahl im Text?
Wann wurde erhoben, nicht wann wurde veröffentlicht?
Wer wurde befragt, und wie wurden die Teilnehmer gewonnen?
Verkauft der Herausgeber selbst das, wonach er gefragt hat?
Führt der Link auf eine erreichbare Seite, auf der die Zahl wirklich steht?
Eine Zahl, die vier dieser fünf Fragen offen lässt, trägt keine Budgetentscheidung. Sie taugt als Gesprächseinstieg.
Was Drittanbieter-Metriken über einen Publisher aussagen
Angebote für Backlinks führen fast immer eine Metrik im Titel. Domain Rating, Domain Authority, Trust Flow oder Authority Score stehen dort als Qualitätsversprechen.
Was die Anbieter selbst zu ihren Metriken schreiben
Die folgenden Einschränkungen stehen in der Dokumentation der jeweiligen Anbieter.
Metrik
Berechnung offengelegt
Einschränkung des Anbieters
Ahrefs Domain Rating
nein
ein DR-Wert lässt sich nicht absolut als gut bezeichnen, alles ist relativ
Ahrefs Organic Traffic
Rechenweg ja, CTR-Modell nein
die Werte sind ausdrücklich Schätzungen
Majestic Trust Flow
nein
Google nutzt DR, DA und Trust Flow nicht zum Ranking von Seiten
Semrush Authority Score
acht Faktoren benannt, Gewichtung nicht
für den Vergleich von Domains gedacht, nicht für ein absolutes Urteil
Sistrix Sichtbarkeitsindex
am transparentesten, CTR-Kurve nicht
kein Traffic-Index und will auch keiner sein
Aus dieser Übersicht folgt ein einfacher Umgang. Metriken taugen zum Vergleich zweier Publisher und nicht als absolute Schwelle.
Ein Angebot, das mit einem Mindestwert wirbt, verkauft eine Zahl. Ein Angebot, das Thema, Traffic der konkreten Rubrik und Preis je Platzierung nebeneinander stellt, verkauft eine Platzierung.
Was die Begriffe in Angeboten für Backlinks bedeuten
Angebote für Backlinks arbeiten mit einem eigenen Vokabular. Premium-Backlinks, hochwertige Backlinks und Vertrauenssignal stehen dort für Qualität.
Keiner dieser Begriffe ist definiert. Premium beschreibt in der Regel eine Preisstufe des Anbieters und kein Merkmal der Platzierung.
Ein Negativbeispiel aus einem Angebot lautet „10 hochwertige Backlinks von Premium-Domains mit starkem Vertrauenssignal".
Die bessere Version derselben Zusage nennt überprüfbare Merkmale. Sie lautet „10 Contentlinks in Fachbeiträgen zum Thema Buchhaltung, Rubrik-Traffic je 1.000 bis 4.000 Besuche im Monat, Link im Fließtext, Attribut auf Anfrage".
Wer die Vorteile eines Angebots vergleichen will, übersetzt jeden Werbebegriff in eine Angabe. Die Chancen auf eine brauchbare Platzierung steigen mit jeder Angabe, die vor der Buchung feststeht.
Googles Hinweis zu Drittanbieter-Tools
Google äußert sich zu diesen Metriken in der eigenen Dokumentation zu Drittanbietern. Dort steht, dass Drittanbieter-Tools keinen Zugriff auf Googles interne Ranking-Daten haben.
Auf derselben Seite steht, dass Google Dienste von Drittanbietern nicht bewertet. Entsprechende Behauptungen sollen laut Google mit Vorsicht behandelt werden.
Eine zweite Stelle in Googles Hilfe gehört hierher. Zur Teilnahme an Werbeprogrammen schreibt Google, sie beeinflusse Aufnahme und Ranking in den Suchergebnissen weder positiv noch negativ.
Damit beantwortet Google die verbreitete Gleichsetzung von bezahlter Platzierung und gekauftem Ranking selbst. Bezahlt wird Reichweite, und das Ranking folgt daraus nicht automatisch.
Die drei Wege zu einer gekauften Platzierung
Wer eine Platzierung beschaffen will, hat drei Wege zur Auswahl. Sie unterscheiden sich in Aufwand, Kontrolle und Transparenz des Preises.
Weg
was er kostet
wo seine Grenze liegt
selbst anfragen
Arbeitszeit, Preis je Fall verhandelt
die Menge, jede Anfrage entsteht einzeln
Agentur oder Reseller
Pauschale oder Paketpreis
die Zusammensetzung des Preises bleibt offen
Placement-Marktplatz
fester Preis je Publisher
die Auswahl ist auf angebundene Publisher begrenzt
Selbst beim Websitebetreiber anfragen
Beim ersten Weg schreibt ein Team die Websitebetreiber selbst an. Das kostet kein zusätzliches Geld und viel Arbeitszeit.
Nach unserer Erfahrung kostet eine so beschaffte Platzierung rund einen Arbeitstag, von der Recherche bis zur Freigabe. Bei zwanzig Platzierungen im Quartal stößt der Weg an eine personelle Grenze.
Welche kostenfreien Quellen daneben tragen, steht in kostenlose Backlinks. Wer über einen Marktplatz bucht, führt diese Ansprache nicht selbst.
Über eine Agentur oder einen Reseller
Beim zweiten Weg übernimmt ein Dienstleister die Beschaffung. Abgerechnet wird häufig als Monatspauschale oder als Paket mit einer Zahl von Links.
Bei einer Pauschale bleibt offen, welcher Anteil auf den Publisher entfällt. Über mehrere Reseller-Stufen summieren sich Margen, die in der Pauschale nicht ausgewiesen sind.
Beim dritten Weg wählt das Team den Publisher auf einer Plattform selbst aus und bucht direkt. Thema, organischer Traffic, SEO-Daten, Linkattribut und Preis je Platzierung stehen dabei vor der Buchung sichtbar nebeneinander.
GetMentioned ist eine Linkbuilding-Agentur mit eigenem Placement-Marktplatz. Full Service im Linkaufbau, kein Full-Service-SEO.
Der Preis, den du im Marktplatz siehst, ist der Preis, den du zahlst. Es gibt kein Abo, keine Grundgebühr und keine Mindestabnahme.
Wer die Beschaffung abgeben will, bekommt sie bei uns als betreutes Mandat. Wir übernehmen Link-Gap und Zielseiten, Publisher-Recherche, Text, Veröffentlichung, Monitoring und Reporting.
An der Website selbst arbeiten wir nicht. Seitenstruktur, technisches SEO und die Content-Planung für die eigene Domain bleiben beim Kunden oder bei seiner SEO-Betreuung.
Die Grenze liegt in der Auswahl. Ein Marktplatz führt nur angebundene Publisher, und ein sehr spezielles Thema findet dort weniger Optionen als ein breites.
Für welche Projekte sich gekaufte Platzierungen lohnen
Nicht jede Seite braucht Backlinks, und die Online-Präsenz einer Marke wächst nicht mit jeder gekauften Verlinkung. Der Aufwand lohnt sich dort, wo Umsatz, Ranking-Potenzial und eine Lücke im Linkprofil zusammenkommen.
Typische Situationen aus der Praxis
In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Ausgangslagen:
Eine umsatzrelevante Zielseite steht seit Monaten auf Platz 6 bis 20.
Die Konkurrenz hat zum selben Thema mehr verweisende Domains aus passenden Umfeldern.
Ein neues Themencluster braucht Autorität, damit seine Seiten überhaupt in die Bewertung kommen.
Die Marke taucht in KI-Antworten zu den eigenen Themen nicht als Quelle auf.
Ein Team hat Platzierungen gekauft und danach nie geprüft, ob sie noch stehen.
Für SEO-Teams zählt in diesen Lagen die Kontrolle über Zielseite und Ankertext. Für Marketing-Verantwortliche zählt, ob der Aufbau planbar und budgetierbar wird.
Für Gründer und Geschäftsführung zählt eine dritte Frage. Sie lautet, welcher Output je Quartal entsteht und wie viel interne Arbeitszeit dafür nötig ist.
Wann das Budget an anderer Stelle mehr bewegt
Es gibt Ausgangslagen, in denen gekaufte Platzierungen wenig bewegen. Drei kommen häufig vor.
Eine Zielseite ohne Ranking-Potenzial steigt auch mit Verweisen nicht. Fehlt der Seite die inhaltliche Abdeckung des Themas, fehlt ihr die Grundlage.
Eine Website mit gravierenden technischen Problemen profitiert zuerst von deren Behebung. Onpage-Optimierung und Ladezeit wirken dort schneller als Linkaufbau.
Ein Projekt ohne definierte Zielseiten verteilt Verweise gleichmäßig über die Startseite. Der Nutzen bleibt dann diffus.
Der Linkkauf ist damit keine Abkürzung an der Suchmaschinenoptimierung vorbei. Er ist ein Teil der Backlink-Strategie, der greift, wenn Inhalt und Technik stehen.
Fazit: was von einer gekauften Platzierung nach einem Jahr übrig ist
Der Kauf von Backlinks ist nach Googles eigener Dokumentation erlaubt, solange der Link ausgezeichnet ist. Die Grenze verläuft beim weitergegebenen Ranking-Credit.
Die zweite Grenze steht in den Rater Guidelines. Fehlt die thematische Passung zwischen Inhalt und Publisher, bewertet Google die Seite als Lowest, obwohl die Kennzeichnung stimmt.
Damit steht die Frage nach dem Thema vor der Frage nach der Metrik. Sie steht auch vor der Frage nach dem Preis.
Erfahrungsberichte helfen bei dieser Entscheidung wenig, weil sie am Tag der Veröffentlichung enden. Über das Ergebnis entscheiden Indexierung, Bestand, Ankertext und die Sichtbarkeit der Seite, auf der die Platzierung steht.
Diese vier Werte lassen sich messen. Wenige Minuten je Platzierung im Quartal genügen dafür.
Häufige Fragen
Ist es erlaubt, Backlinks zu kaufen?
Google erlaubt Kauf und Verkauf von Links ausdrücklich, wenn der Link mit rel=sponsored oder rel=nofollow ausgezeichnet ist. Ohne diese Auszeichnung fällt ein bezahlter Link unter Googles Definition von Link Spam. In Deutschland verlangt Paragraf 5a Absatz 4 UWG die Kennzeichnung des kommerziellen Zwecks.
Was passiert, wenn Google einen gekauften Backlink erkennt?
Google nennt in den Spam-Richtlinien zwei mögliche Folgen. Eine Website kann niedriger ranken oder gar nicht mehr erscheinen. Bei einer manuellen Maßnahme steht eine Nachricht in der Search Console, und der Behebungsweg verlangt nachweisbare Bemühungen um die Entfernung.
Wie lange dauert es, bis eine gekaufte Platzierung indexiert ist?
Eine allgemeine Zahl gibt es nicht, und der Indexierungsstand einer fremden Domain lässt sich von außen nicht verlässlich messen. Als Anhaltspunkt dient die Suche nach einer wörtlichen Phrase aus dem Beitrag. Ohne Anzeichen nach acht Wochen lohnt die Prüfung auf noindex im Quelltext.
Wie viele gekaufte Backlinks bleiben nach zwölf Monaten bestehen?
Eine belastbare Erhebung dazu gibt es nicht, weder für Deutschland noch international. Messbar ist der eigene Bestand über ein Link-Monitoring im Quartal. Vier Muster kommen vor, nämlich gelöschter Beitrag, entfernter Link, nachträglich gesetztes nofollow und Betreiberwechsel.
Woran erkenne ich, ob ein Erfahrungsbericht zum Linkkauf etwas taugt?
Prüfe das Veröffentlichungsdatum gegen das Datum der beschriebenen Buchung. Liegt weniger als ein Jahr dazwischen, beschreibt der Bericht den Kauf und nicht das Ergebnis. Prüfe zusätzlich, ob er die verlinkte Seite nennt und ob der Autor selbst Platzierungen verkauft.
Sind teure Backlinks besser als günstige?
Der Preis hängt an Reichweite, Thema und Nachfrage des Publishers und beschreibt keine Qualität. Aussagekräftiger sind der organische Traffic der Rubrik, die thematische Passung zur Zielseite und die Position des Links im Text.
Was kostet eine Platzierung bei GetMentioned?
Jeder Publisher hat einen festen Preis je Platzierung, der vor der Buchung sichtbar ist. Der Preis, den du im Marktplatz siehst, ist der Preis, den du zahlst. Es gibt kein Abo, keine Grundgebühr und keine Mindestabnahme.
David baut seit 2016 Linkaufbau- und Digital-PR-Prozesse, erst als Agentur unter SEO Galaxy, heute als Plattform mit GetMentioned. Er hat eigene Projekte von null auf siebenstelligen Monats-Traffic skaliert und tausende Kampagnen für Kunden umgesetzt. Hier schreibt er über das, was in der Praxis wirkt, und über das, was nur Budget kostet.
Der nächste Link muss kein Blindkauf sein
Vergleiche Publisher, SEO-Daten und Preise an einem Ort und buche passende Placements direkt.
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