Eine Markenerwähnung ist die Nennung eines Namens auf einer fremden Website. Sie kann mit einem Link versehen sein oder ohne. Beide Formen zahlen auf die Wahrnehmung ein, nur eine davon überträgt Linkkraft.
Dieser Beitrag behandelt den Weg dazwischen: Erwähnungen finden, bewerten und dort in Verweise umwandeln, wo es sich lohnt. Diese Arbeit heißt Link Reclamation und ist die günstigste Form des Linkaufbaus, weil die inhaltliche Vorleistung bereits erbracht ist.
Was eine Markenerwähnung ist
Die verlinkte Erwähnung
Der Name steht im Text und ist mit der eigenen Website verknüpft. Das ist der Normalfall in redaktionellen Beiträgen, in Quellenangaben und in Listen von Anbietern.
Sie leistet zweierlei. Der Leser kann dem Verweis folgen, und Suchmaschinen werten die Verbindung zwischen den beiden Seiten.
Die unverlinkte Erwähnung
Der Name steht im Text, ohne Verknüpfung. Das passiert häufiger, als die meisten annehmen.
Typische Fälle:
ein Fachbeitrag nennt Anbieter im Fließtext, ohne einen davon zu verlinken
ein Podcast oder Video nennt die Marke, die Beschreibung enthält keinen Verweis
ein Forumsbeitrag empfiehlt die Marke
eine Pressemeldung wird übernommen, der Link fällt beim Umbau weg
ein Bild oder eine Grafik wird verwendet, die Quelle steht als Text darunter
Der letzte Fall ist besonders ärgerlich, weil dort eine Leistung übernommen wurde.
Die Erwähnung ohne Namen
Ein Beitrag beschreibt ein Produkt oder eine Methode, ohne die Marke zu nennen. Das taucht in keiner Suche auf und ist praktisch nicht auffindbar. Für die Arbeit spielt es deshalb keine Rolle.
Was eine unverlinkte Erwähnung leistet
Was sich belegen lässt
Erwähnungen ohne Link sind in KI-Antworten häufig. Eine Semrush-Untersuchung vom Juni 2026 über knapp viertausend Domain-Nennungen fand, dass Marken in gut einem Viertel der Fälle im Antworttext genannt wurden, ohne als Quelle verlinkt zu sein. Der Beitrag zum Vergleich von Digital PR und Linkbuilding ordnet diese Zahlen im Einzelnen ein.
Für den Leser wirkt eine Nennung ohnehin, unabhängig vom Link. Wer in einem Fachbeitrag als Anbieter genannt wird, wird wahrgenommen.
Was sich nicht belegen lässt
Hier ist Vorsicht angebracht, gerade weil wir selbst Platzierungen verkaufen.
Für die These, dass unverlinkte Erwähnungen ein eigener Rankingfaktor sind, gibt es keinen belastbaren Nachweis. Es gibt eine plausible Überlegung, nämlich dass ein System die Häufigkeit einer Nennung im Zusammenhang mit einem Thema verarbeiten kann. Zwischen plausibel und belegt liegt ein Unterschied, den viele Ratgeber überspringen.
Ebenso wenig belegt ist ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Erwähnungen und Zitationen in KI-Antworten. Es existieren Beobachtungen von Anbietern, die Messwerkzeuge verkaufen, aber keine Untersuchung mit offengelegter Methodik.
Für die Praxis heißt das: Die Umwandlung in einen Verweis lohnt sich, weil der Effekt eines Links belegt ist. Sie lohnt sich nicht mit der Begründung, unverlinkte Erwähnungen seien wertlos.
Erwähnungen finden
Ohne Werkzeug
Eine Suche nach dem Markennamen in Anführungszeichen, ergänzt um einen Ausschluss der eigenen Domain.
Eine Benachrichtigung auf den Markennamen, die neue Fundstellen meldet.
Die eigenen Zugriffszahlen nach Verweisquellen durchsehen. Wer Besucher schickt, hat verlinkt. Wer genannt wird ohne zu verlinken, taucht dort nicht auf, aber die Liste zeigt, welche Umfelder über die Marke schreiben.
Mit Werkzeug
SEO-Werkzeuge und Medienbeobachtungsdienste durchsuchen den Index systematisch und melden neue Fundstellen. Der Vorteil liegt in der Vollständigkeit und in der Sortierung nach Sichtbarkeit der Fundstelle.
Für die Auswahl zählt vor allem eine Frage. Findet das Werkzeug auch Nennungen ohne Link? Werkzeuge, die nur Backlinks auswerten, übersehen genau den Fall, um den es hier geht.
Was jede Suche übersieht
Nennungen in Bildern und Grafiken
Nennungen in Videos ohne Untertitel
Nennungen in PDF-Dokumenten, die nicht indexiert sind
Schreibweisen, die vom Markennamen abweichen
Der letzte Punkt ist der häufigste. Wer einen Namen mit Bindestrich, Leerzeichen oder Umlaut hat, sollte die Varianten mitsuchen.
Wo Erwähnungen typischerweise entstehen
Die Art der Fundstelle bestimmt, wie sinnvoll eine Anfrage ist.
Fachbeiträge und Marktübersichten. Die besten Ziele. Sie werden gepflegt, sie ranken, und eine Ergänzung ist für die Redaktion ein kleiner Handgriff.
Bewertungs- und Vergleichsportale. Häufig gibt es dort ein eigenes Profil, das sich beanspruchen und pflegen lässt. Eine Anfrage an die Redaktion führt selten weiter als die Übernahme des Profils.
Foren und Communities. Nennungen entstehen dort durch Nutzer, nicht durch eine Redaktion. Eine Anfrage an den Betreiber läuft ins Leere. Wer selbst im Forum aktiv ist, kann den eigenen Beitrag ergänzen, sofern die Regeln das zulassen.
Podcasts und Videos. Die Nennung fällt im Gespräch, die Beschreibung enthält oft keinen Verweis. Hier ist die Erfolgsquote hoch, weil das Ergänzen der Beschreibung wenig Aufwand macht.
Newsletter. Schwer auffindbar, weil der Inhalt selten indexiert wird. Nennungen fallen meist nur auf, wenn Besucher über einen Link kommen.
Fremdsprachige Fundstellen. Werden bei einer Suche nach dem deutschen Namen oft übersehen. Wer international arbeitet, sollte die Suche auf die Zielmärkte ausweiten.
Erwähnungen bewerten
Nicht jede Fundstelle verdient eine Anfrage. Jede Anfrage kostet Zeit und einen kleinen Teil der Beziehung zum Gegenüber.
Wann sich eine Anfrage lohnt
Die Seite hat eine echte Leserschaft im eigenen Themenfeld.
Der Beitrag ist aktuell oder wird weiterhin aufgerufen.
Die Nennung ist positiv oder neutral.
Es gibt eine passende Zielseite, die den Verweis rechtfertigt.
Der Beitrag verlinkt andere Anbieter, die eigene Marke aber nicht.
Der letzte Punkt ist der stärkste Ansatzpunkt. Wenn im selben Absatz drei Wettbewerber verlinkt sind und die eigene Marke nicht, ist die Anfrage naheliegend und leicht zu begründen.
Wann sich eine Anfrage nicht lohnt
Die Nennung ist kritisch. Eine Anfrage lenkt dann Aufmerksamkeit auf einen Beitrag, der ohne Link weniger Wirkung hat.
Die Seite ist erkennbar automatisch erzeugt.
Der Beitrag ist Jahre alt und wird nicht mehr gepflegt.
Die Nennung steht in einem Umfeld, in dem die Marke nicht erscheinen sollte.
Es gibt keine sinnvolle Zielseite.
Wie man bei vielen Fundstellen priorisiert
Wer zum ersten Mal sucht, findet oft mehrere hundert Nennungen auf einmal. Alle abzuarbeiten ist weder möglich noch sinnvoll.
Eine brauchbare Reihenfolge:
Fundstellen der letzten vier Wochen, unabhängig von der Größe der Seite
Beiträge, die Wettbewerber verlinken und die eigene Marke nicht
Seiten mit hoher Sichtbarkeit im eigenen Themenfeld
alles Übrige, sofern Zeit bleibt
Die ersten beiden Gruppen bringen die meisten Zusagen. Die dritte bringt die wertvollsten Verweise, kostet aber mehr Anläufe.
Erwähnungen der Wettbewerber auswerten
Dieselbe Suche lässt sich auf Wettbewerber anwenden, und sie liefert etwas anderes als eine Backlink-Analyse.
Sichtbar wird, welche Redaktionen über diesen Markt schreiben, welche Themen sie aufgreifen und in welchem Zusammenhang Anbieter genannt werden. Aus dieser Liste entsteht die Kontaktliste für die eigene Arbeit.
Ein Beitrag, der drei Wettbewerber nennt und die eigene Marke nicht, ist dabei kein Ärgernis. Er ist die konkreteste Gelegenheit, die es gibt, weil die Lücke offen zutage liegt.
Aus einer Erwähnung einen Verweis machen
Der Zeitpunkt
Je frischer der Beitrag, desto höher die Erfolgsquote. Eine Redaktion, die gerade veröffentlicht hat, hat den Text noch im Kopf und offen.
Sechs Schritte von der Erwähnung zum Verweis.
Nach unserer Erfahrung sinkt die Bereitschaft deutlich, sobald ein Beitrag einige Wochen alt ist. Eine Benachrichtigung auf den Markennamen ist deshalb mehr wert als eine halbjährliche Auswertung.
Wen man anschreibt
In dieser Reihenfolge:
den Verfasser des Beitrags, wenn er genannt ist
die Redaktionsadresse
das allgemeine Kontaktformular
Der Verfasser kann meist selbst ändern. Über das Kontaktformular landet die Nachricht in einer Warteschlange.
Was in der Nachricht steht
Kurz, konkret, ohne Gegenleistung anzubieten.
Nicht so:
„Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind ein führender Anbieter im Bereich Linkbuilding und haben festgestellt, dass Sie uns in einem Ihrer Artikel erwähnen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie einen Link zu unserer Website setzen könnten, und stehen Ihnen für weitere Informationen jederzeit gerne zur Verfügung."
Besser:
„Hallo Frau Muster, danke für die Nennung in Ihrem Beitrag über Publisher-Auswahl vom 12. August. Eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen. Sie verlinken dort Anbieter A und Anbieter B, uns aber nicht. Falls Sie das ergänzen möchten, hier die passende Seite [Adresse]. Falls nicht, ist das auch in Ordnung, der Beitrag ist so oder so hilfreich."
Die zweite Fassung nennt den konkreten Beitrag, den Grund und die Zielseite. Sie macht die Ablehnung leicht, was die Antwortquote erhöht.
Die Betreffzeile
Sie entscheidet darüber, ob die Nachricht geöffnet wird, und sollte den Beitrag benennen, um den es geht.
Nicht so:
„Kooperationsanfrage"
Besser:
„Kleine Ergänzung zu Ihrem Beitrag über Publisher-Auswahl"
Die zweite Fassung zeigt sofort, dass es um einen konkreten eigenen Text geht und nicht um ein Angebot.
Was man nicht tun sollte
mehrfach nachfassen
eine Gegenleistung anbieten, weil das aus einer Bitte einen Handel macht
auf die Startseite verlinken lassen, wenn eine passende Unterseite existiert
einen bestimmten Ankertext vorgeben
auf ein Recht pochen, das nicht besteht
Beim Ankertext ist Zurückhaltung angebracht. Eine Redaktion, die einen vorgegebenen Text übernimmt, erzeugt ein Muster, das über viele Platzierungen hinweg auffällt.
Der Sonderfall Bildnutzung
Wird eine eigene Grafik oder ein Foto ohne Verweis verwendet, ist die Ausgangslage anders. Hier besteht ein urheberrechtlicher Anspruch.
Der Ton sollte trotzdem freundlich bleiben. Eine Bitte um Quellenangabe mit Link führt in den meisten Fällen zum Ziel, eine Rechnung führt zur Entfernung des Bildes.
Wenn kein Verweis zustande kommt
Manche Redaktionen setzen grundsätzlich keine Links auf Anbieter. Das ist eine legitime Entscheidung, und sie hat meist gute Gründe. Häufig steht dahinter eine Redaktionsregel, die verhindern soll, dass einzelne Anbieter bevorzugt erscheinen.
Andere Häuser setzen Links nur auf Quellen, also auf Studien, Daten und Dokumente. Wer eine solche Quelle bereitstellt, bekommt den Verweis dort, wo eine reine Anbieternennung ihn nicht bekommen hätte. Das ist ein Hinweis darauf, welche Inhalte sich langfristig lohnen.
Die Erwähnung bleibt trotzdem nützlich. Sie wird gelesen, sie verankert die Marke im Themenumfeld, und sie ist für KI-Systeme als Text vorhanden.
Ein Nebeneffekt lohnt die Notiz. Eine Redaktion, die einmal über die Marke geschrieben hat, ist ein möglicher Ansprechpartner für einen künftigen Anlass. Die Kontaktliste für Digital PR entsteht auch aus solchen Fundstellen.
Erwähnungen und Sichtbarkeit in KI-Systemen
Antwortmaschinen setzen ihre Antworten aus mehreren Quellen zusammen. Was über eine Marke außerhalb der eigenen Website steht, geht dabei in die Antwort ein.
Deshalb zählt eine Nennung ohne Link in diesem Zusammenhang anders als in der klassischen Suche. Ein Modell verarbeitet Text, keine Verknüpfung.
Wie sich Erwähnungen in KI-Antworten aufbauen und messen lassen, behandeln die Beiträge zu AI Mentions und zum Prompt Tracking. Für diesen Beitrag zählt der Schritt davor. Die Arbeit an Erwähnungen im Web ist die Vorstufe. Ohne Fundstellen im Netz gibt es nichts, worauf ein System zurückgreifen könnte.
Was ein gewonnener Verweis für das Linkprofil bedeutet
Ein Verweis aus einer bestehenden Erwähnung unterscheidet sich in einem Punkt von einem gekauften oder erbetenen Link. Er steht in einem Text, der ohne Zutun der Marke entstanden ist.
Das zeigt sich am Umfeld. Der Ankertext ist meist der Markenname, die Platzierung liegt im Fließtext, und die umgebenden Verweise zeigen auf andere Anbieter derselben Kategorie. Genau dieses Muster entsteht auch bei redaktionellen Erwähnungen ohne jede Ansprache.
Für ein Linkprofil ist das der unauffälligste Zuwachs, den es gibt. Wer über Monate hinweg gemischt aufbaut, also Erwähnungen zurückholt, Beiträge platziert und gelegentlich bucht, erzeugt eine Verteilung, die keiner einzelnen Methode zuzuordnen ist.
Zahlen, die kursieren und nicht tragen
Zum Thema Erwähnungen sind mehrere Angaben im Umlauf, für die sich keine Quelle finden lässt. Wir haben die häufigsten geprüft.
Kursierende Angabe
Befund
Link Reclamation hat eine Erfolgsquote von 15 bis 20 Prozent
Keine Untersuchung mit offengelegter Methodik auffindbar. Die Quote hängt stark von Aktualität und Umfeld ab
Markenerwähnungen korrelieren mit 0,664 mit der Sichtbarkeit in AI Overviews
Keine überprüfbare Primärquelle. Eine Korrelation ohne Stichprobe und Methodik ist keine Aussage
76,4 Prozent der ChatGPT-Zitate stammen aus Inhalten der letzten 30 Tage
Keine Primärquelle auffindbar. Die Genauigkeit der Zahl steht im Missverhältnis zur fehlenden Herkunft
Backlinks sind laut Google der wichtigste Rankingfaktor
Google hat das so nicht gesagt. Vertreter des Unternehmens haben mehrfach relativiert, dass Links über die Jahre an Gewicht verlieren
Google testete 2023 eine Funktion für Markenerwähnungen
Ein Test belegt keine Wirkung. Aus einem eingestellten Versuch lässt sich kein Rankingfaktor ableiten
Ein Muster wiederholt sich hier. Je genauer eine Zahl klingt, desto häufiger fehlt ihr die Quelle. Eine Erfolgsquote mit Nachkommastelle ohne Angabe der Stichprobe ist ein Warnzeichen.
Wie sich der Aufwand einordnet
Link Reclamation ist billig im Vergleich zu allen anderen Formen des Linkaufbaus. Es entfällt die Themenfindung, es entfällt die Erstellung eines Beitrags, und der Empfänger kennt die Marke bereits.
Realistisch ist ein wiederkehrender Ablauf statt einer einmaligen Aktion:
Benachrichtigung auf den Markennamen einrichten
neue Fundstellen wöchentlich durchsehen
die lohnenden auswählen
innerhalb weniger Tage anschreiben
Ergebnis notieren, auch die Absagen
Der fünfte Schritt wird oft übersprungen. Wer notiert, welche Redaktionen grundsätzlich keine Links setzen, spart sich beim nächsten Mal die Anfrage.
Für die Dokumentation reicht eine einfache Tabelle mit Fundstelle, Datum der Veröffentlichung, Datum der Anfrage, Ansprechpartner und Ergebnis. Nach einigen Monaten zeigt diese Liste, welche Umfelder verlässlich reagieren und welche nicht.
Zwei Kennzahlen lohnen den Blick. Der Anteil der Fundstellen, aus denen ein Verweis wurde, und die Zeit zwischen Veröffentlichung und Anfrage. Sinkt die zweite, steigt in aller Regel die erste.
Wer über Erwähnungen hinaus planbar Platzierungen aufbauen will, findet mit GetMentioned passende Publisher, vergleicht SEO-Daten und Preise und bucht Veröffentlichungen direkt. Das ist der Weg für Umfelder, in denen noch niemand über die Marke geschrieben hat.
Fazit: die halb erledigte Platzierung
Eine unverlinkte Erwähnung ist der Fall, in dem die schwierigste Arbeit schon getan ist. Jemand hat über die Marke geschrieben, freiwillig, im eigenen Text.
Was fehlt, ist eine kurze, freundliche Nachricht zum richtigen Zeitpunkt. Die Erfolgsquote hängt vor allem an der Aktualität des Beitrags und daran, ob die Bitte leicht abzulehnen ist.
Und wenn kein Verweis daraus wird, bleibt die Nennung. Sie wird gelesen, sie verankert die Marke im Thema, und sie steht als Text da, wenn ein System eine Antwort zusammensetzt.
Häufige Fragen
Was ist eine Brand Mention?
Die Nennung eines Markennamens auf einer fremden Website, mit oder ohne Link. Beide Formen wirken auf die Wahrnehmung, nur die verlinkte überträgt zusätzlich Linkkraft.
Was ist Link Reclamation?
Das Umwandeln bestehender unverlinkter Erwähnungen in Verweise. Es gilt als günstigste Form des Linkaufbaus, weil der Beitrag bereits existiert und die Marke darin schon genannt ist.
Sind unverlinkte Erwähnungen ein Rankingfaktor?
Dafür gibt es keinen belastbaren Nachweis. Plausibel ist, dass Systeme die Häufigkeit einer Nennung im Themenzusammenhang verarbeiten. Zwischen plausibel und belegt liegt ein Unterschied.
Wie finde ich Erwähnungen meiner Marke?
Über eine Suche nach dem Namen in Anführungszeichen mit Ausschluss der eigenen Domain, über eine Benachrichtigung auf den Markennamen und über Werkzeuge, die auch Nennungen ohne Link erfassen.
Wie hoch ist die Erfolgsquote?
Dazu gibt es keine belastbare Zahl. Kursierende Angaben von 15 bis 20 Prozent lassen sich auf keine Untersuchung zurückführen. Die Quote hängt stark davon ab, wie aktuell der Beitrag ist.
Wann sollte ich anfragen?
So früh wie möglich nach der Veröffentlichung. Die Bereitschaft sinkt deutlich, sobald ein Beitrag einige Wochen alt ist.
Was schreibe ich in die Anfrage?
Den konkreten Beitrag, den Grund für den Verweis und die passende Zielseite. Kurz halten und die Ablehnung leicht machen. Keine Gegenleistung anbieten und keinen Ankertext vorgeben.
Was mache ich, wenn ein Bild ohne Quelle verwendet wird?
Freundlich um eine Quellenangabe mit Link bitten. Hier besteht ein urheberrechtlicher Anspruch, eine harte Ansprache führt aber meist nur zur Entfernung des Bildes.
Lohnt sich eine Anfrage bei kritischen Erwähnungen?
Meist nicht. Ein Verweis würde dem Beitrag zusätzliche Sichtbarkeit verschaffen, die er ohne Link nicht hätte.
Zählen Erwähnungen für die Sichtbarkeit in KI-Antworten?
Sie sind als Text vorhanden und können in eine Antwort eingehen. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Erwähnungen und Zitationen ist bislang nicht mit offengelegter Methodik gemessen worden.
Was ist der Unterschied zu Digital PR?
Digital PR erzeugt neue Veröffentlichungen über einen Anlass. Die Arbeit an Erwähnungen setzt bei dem an, was bereits geschrieben wurde. Beides ergänzt sich.
David baut seit 2016 Linkaufbau- und Digital-PR-Prozesse, erst als Agentur unter SEO Galaxy, heute als Plattform mit GetMentioned. Er hat eigene Projekte von null auf siebenstelligen Monats-Traffic skaliert und tausende Kampagnen für Kunden umgesetzt. Hier schreibt er über das, was in der Praxis wirkt, und über das, was nur Budget kostet.
Der nächste Link muss kein Blindkauf sein
Vergleiche Publisher, SEO-Daten und Preise an einem Ort und buche passende Placements direkt.
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