Tiered Linkbuilding: was von Tier 2 und Tier 3 ankommt
Links auf die eigenen Links zu bauen klingt nach Hebel und scheitert an der Indexierung. Was von Ebene 2 und Ebene 3 tatsächlich ankommt, was ein Verweis kostet, der die eigene Domain erreicht, und warum eine geprüfte Platzierung dieselbe Wirkung ohne Zwischenebenen erzeugt.
Tiered Linkbuilding bezeichnet den Aufbau von Verweisen in mehreren Ebenen. Tier 1 sind Verweise auf die eigene Website. Tier 2 sind Verweise auf die Seiten, auf denen die Tier-1-Verweise stehen. Tier 3 wiederholt das eine Ebene tiefer.
Die Idee dahinter ist Verstärkung ohne Kontakt zur eigenen Domain. Eine stärkere Tier-1-Seite soll mehr Gewicht weitergeben.
Dieser Beitrag rechnet nach, was von den unteren Ebenen im Index ankommt. Er zeigt, was ein Verweis kostet, der die eigene Domain am Ende erreicht.
Was Tiered Linkbuilding verspricht
Die Technik ordnet Verweise in Ebenen an. Jede Ebene zeigt auf die Ebene über ihr.
Tier 1 verweist auf die eigene Website.
Tier 2 verweist auf die Seiten, auf denen die Tier-1-Verweise stehen.
Tier 3 verweist auf die Tier-2-Seiten.
Das Versprechen liegt im Abstand zur eigenen Domain. Auf den unteren Ebenen kommen Quellen zum Einsatz, die für einen direkten Verweis nicht in Frage kämen. Genannt werden dafür Profilseiten, Foreneinträge, Kommentare, Verzeichnisse und selbst angelegte Blogs. Was solche Quellen leisten, steht im Beitrag zu kostenlosen Backlinks.
Der zweite Teil des Versprechens ist der Preis. Eine Seite auf Ebene 2 soll einen Bruchteil dessen kosten, was eine Platzierung auf Ebene 1 kostet.
Woher Tiered Linkbuilding stammt
Die Technik stammt aus der Zeit automatisierter Linkerzeugung. Software legte damals Profile, Kommentare und Verzeichniseinträge in großer Zahl an.
Wie weit diese Automatisierung reichte, zeigt ein Blick in die Foren der damaligen Software. Im Forum von GSA Search Engine Ranker fragte ein Nutzer 2014, ob das Programm die unteren Ebenen gleichmäßig auf die Tier-1-Links verteilt. Die Frage betrifft die Verteilung durch eine Maschine.
Aus dieser Zeit stammt der Aufbau, den heutige Anleitungen weiterreichen. Verändert hat sich seitdem die Aufnahme neuer Seiten in den Index.
Was von Ebene 2 und Ebene 3 im Index ankommt
Ein Verweis wird gewertet, wenn die Seite, auf der er steht, im Suchindex steht. Für eine Tier-2-Seite gilt dieselbe Bedingung wie für eine Tier-1-Seite. Was zur Aufnahme neuer Seiten belegt ist, steht im Beitrag zur Backlink-Indexierung. Die dort ausgewerteten Quoten gehen weit auseinander und hängen am Typ der Website. Eine Aufnahmequote, die für jede Seite gilt, gibt es nicht.
Für eine Kette aus drei Ebenen gilt die Bedingung dreifach. Ein Tier-3-Verweis erreicht die eigene Domain nur, wenn alle drei Seiten der Kette im Index stehen. Die Ausfälle der drei Ebenen vervielfachen sich dabei.
Beispielrechnung zu den Ausfällen über drei Ebenen
Die folgende Rechnung ist ein Beispiel und kein Messwert. Angenommen wird eine Aufnahmequote von 70 Prozent, für jede Ebene gleich. Die Größenordnung ist an den Wert für vorgeprüfte Gastbeitragsseiten angelehnt, den der Beitrag zur Backlink-Indexierung nennt. Angenommen werden außerdem zehn Tier-1-Platzierungen, zehn Tier-2-Seiten je Tier-1-Platzierung und zehn Tier-3-Seiten je Tier-2-Seite.
Ebene
Seiten im Beispiel
Kette durchgehend im Index
Verweise, die ankommen
Tier 1
10
70 Prozent
7
Tier 2
100
49 Prozent
49
Tier 3
1.000
34,3 Prozent
343
1.110 Seiten stehen in diesem Beispiel am Anfang. 399 von ihnen hängen an einer Kette, die durchgehend im Index steht. Die übrigen 711 Seiten wirken nicht.
Die eigene Domain berühren am Ende sieben Verweise. Die beiden unteren Ebenen wirken nur, soweit sie diese sieben Seiten stärken.
Die Beispielrechnung in einem Bild. Jede Ebene multipliziert den Ausfall der Ebene darüber.
Was ein Tier-3-Verweis über zwei Zwischenschritte weitergibt
Neben der Indexierung steht die Rechnung selbst. Der Wert, den ein Verweis weitergibt, heißt in der Branche Link Equity. Eine verweisende Seite teilt ihren errechneten Wert durch die Zahl ihrer ausgehenden Verweise. Bei jedem Schritt geht durch den Dämpfungsfaktor ein Teil verloren. Die Mechanik dahinter erklärt der Beitrag zu Linkjuice.
Ein Tier-3-Verweis durchläuft diese Rechnung dreimal, bevor er die eigene Domain erreicht. Ein Tier-1-Verweis durchläuft sie einmal.
Dazu kommt die Ausgangsgröße. Eine frisch angelegte Profilseite trägt keinen nennenswerten errechneten Wert. Nach zwei Zwischenschritten bleibt davon ein Bruchteil.
Was sich zur Wirkung von Tiered Linkbuilding belegen lässt
Wir haben am 27. August 2026 nach einer Erhebung gesucht, die die Wirkung mehrstufiger Verweisketten misst. Gesucht haben wir nach Auswertungen mit offengelegter Stichprobe und offengelegtem Verfahren. Gefunden haben wir Ratgeber von Anbietern, die die Technik selbst verkaufen.
Damit steht die Technik ohne Messung da. Jede Mengenangabe zu Ebene 2, die durch die Ratgeber läuft, ist eine Schätzung ihres Verfassers.
Belegt sind dagegen die Preise. Sie führen zur eigentlichen Rechnung.
Was ein Verweis kostet, der die eigene Domain erreicht
Vince Nero hat für BuzzStream die Datenbank eines Link-Anbieters mit über 500.000 Websites für Gastbeiträge ausgewertet. Der Beitrag wurde zuletzt am 5. August 2026 aktualisiert. Der Durchschnittspreis für einen Gastbeitrag liegt dort bei 295 US-Dollar direkt beim Publisher. Über einen Vermittler sind es 461 US-Dollar.
Eine Link Insertion ist ein Verweis, der in einen bereits veröffentlichten Beitrag eingefügt wird. Dafür nennt dieselbe Auswertung im Schnitt 179 US-Dollar.
Die Auswertung misst auch die Qualität der Datenbank. 1,37 Prozent der Einträge erreichen ein Domain Rating oder eine Domain Authority über 65 und zugleich mehr als 10.000 organische Besuche im Monat.
Daraus folgt die Rechnung für Ebene 2. Ein Tier-2-Verweis auf einer Seite mit Traffic und laufender Indexierung liegt preislich in derselben Größenordnung wie ein Tier-1-Verweis. Günstiger wird Ebene 2 erst bei Seiten, deren Aufnahme in den Index offen ist.
Beispielrechnung zu den Kosten je ankommendem Verweis
Auch diese Rechnung ist ein Beispiel und kein Angebot. Gerechnet wird mit den Durchschnittspreisen aus der Auswertung und mit derselben angenommenen Aufnahmequote von 70 Prozent. Variante eins kostet 2.950 US-Dollar, Variante zwei 2.854 US-Dollar.
Variante
Aufteilung des Budgets
Verweise auf die eigene Domain im Index
Kosten je Verweis
Nur Ebene 1
10 Platzierungen zu 295 US-Dollar
7,0
421 US-Dollar
Mit Ebene 2
3 Platzierungen und 11 Link Insertions
2,1
1.359 US-Dollar
In der zweiten Variante stärken elf Tier-2-Verweise drei Tier-1-Seiten. Gut fünf davon sitzen auf einer Kette, die durchgehend im Index steht. Die eigene Domain berühren weiterhin nur die drei Platzierungen aus Ebene 1.
Dazu kommt Zeit. Jede Ebene braucht eigene Texte, eigene Abstimmung und eine eigene Prüfung des Indexstatus. Nach unserer Erfahrung ist diese Prüfung der aufwendigste Teil, weil sie sich über die Ebenen nicht bündeln lässt.
Mir ist in den letzten Jahren kein Fall untergekommen, in dem jemand die Indexierung seiner Tier-2-Seiten überhaupt geprüft hat. Gezählt wurde immer die Zahl der Verweise, und genau diese Zahl sagt am wenigsten über die Wirkung.
David Hahn, Geschäftsführer GetMentioned
Wie eine geprüfte Platzierung dieselbe Wirkung ohne Zwischenebenen erzeugt
Eine redaktionelle Platzierung auf einer Domain mit organischem Traffic bringt das Gewicht in einem Schritt an die eigene Website. Die Rechnung läuft einmal. Die Seite steht meist innerhalb weniger Tage im Index, weil die Domain laufend aufgenommen wird.
Vier Merkmale beschreiben eine solche Platzierung:
Die Domain veröffentlicht regelmäßig und verlinkt neue Beiträge intern.
Die Domain hat organischen Traffic aus der Suche.
Der Verweis steht im Fließtext eines Beitrags, der zum Thema der Zielseite passt.
Der Beitrag trägt wenige ausgehende Verweise, sodass sich die Rechnung auf wenige Ziele verteilt.
So sieht eine Buchung ohne Prüfung aus. Ein Anbieter verkauft ein Paket aus zehn Tier-1-Verweisen und tausend Verweisen auf den unteren Ebenen zu einem Festpreis. Verglichen wird die Zahl der Verweise je Preis.
So sieht dieselbe Entscheidung mit Prüfung aus. Zehn Publisher werden nach organischem Traffic und Themenfit ausgewählt. Von jedem werden zehn zuletzt erschienene Beiträge einzeln in der Suche abgefragt. Gebucht wird bei den Publishern, deren Beiträge dort erscheinen. Die unteren Ebenen entfallen.
Was mit einer bestehenden Tier-Struktur passiert
Wer eine gewachsene Tier-Struktur übernimmt, fragt zuerst nach dem Rückbau. Für Verweise auf den unteren Ebenen ist das Disavow-Tool selten die passende Antwort, weil es für einen anderen Fall gebaut wurde. Welcher Fall das ist, steht im Beitrag zum Disavow-Tool.
Der praktikable Weg führt über die erste Ebene. Geprüft wird, welche Tier-1-Platzierungen auf Domains mit Traffic stehen und im Index geblieben sind. Diese Platzierungen tragen weiter, und die Ebenen darunter bleiben unangetastet.
Wie wir Placements in einer Ebene beschaffen
GetMentioned ist eine Linkbuilding-Agentur mit eigenem Placement-Marktplatz. Full Service im Linkaufbau, kein Full-Service-SEO. Wir arbeiten in einer Ebene.
Vor der Buchung siehst du je Publisher den organischen Traffic, die SEO-Daten und den GetMentioned Score. Der Preis, den du im Marktplatz siehst, ist der Preis, den du zahlst.
Nach der Veröffentlichung prüfen wir den Indexstatus und führen ihn neben dem Live-Status jeder Buchung. Fällt ein Placement innerhalb der zwölf Monate Linkgarantie aus, ersetzen wir es.
Wenn du die Auswahl abgeben willst, übernehmen wir sie als betreutes Mandat. Dazu gehören Zielseiten, Publisher-Auswahl, Text, Veröffentlichung und Monitoring. MentionIQ wertet dafür deine Website, deine Wettbewerber und deine wichtigen Keywords aus und schlägt passende Publisher vor.
Fazit: die Ebene, die zählt, ist die erste
Tiered Linkbuilding verteilt Aufwand auf Ebenen, die die eigene Domain nicht berühren. Was davon ankommt, hängt an der Indexierung jeder einzelnen Stufe.
Die Beispielrechnung oben endet bei sieben Verweisen aus 1.110 Seiten. Dieselben sieben Verweise entstehen auch ohne die 1.100 Seiten darunter.
Damit verschiebt sich der Aufwand von der Menge zur Auswahl. Geprüft wird, ob ein Publisher zuverlässig indexiert wird und ob sein Thema zur Zielseite passt.
Häufige Fragen
Was ist Tiered Linkbuilding?
Der Aufbau von Verweisen in mehreren Ebenen. Tier 1 verweist auf die eigene Website, Tier 2 auf die Tier-1-Seiten und Tier 3 auf die Tier-2-Seiten.
Was sind Tier-2-Backlinks?
Verweise, die auf die Seiten zeigen, auf denen die eigenen Backlinks stehen. Sie berühren die eigene Domain nicht.
Funktioniert Tiered Linkbuilding heute noch?
Die Wirkung hängt an der Indexierung jeder Stufe der Kette. Eine Erhebung mit offengelegter Stichprobe, die den Effekt misst, gibt es nicht.
Wie viele Tier-2-Links braucht ein Tier-1-Link?
Für diese Frage gibt es keinen belegten Wert. Die Mengenangaben in Anleitungen stammen aus Erfahrungsberichten ohne offengelegte Grundlage.
Was kostet eine Tier-2-Ebene?
Auf Seiten mit Traffic und laufender Indexierung liegt ein Tier-2-Verweis preislich bei einem Tier-1-Verweis. Deutlich günstiger sind nur Seiten, deren Aufnahme in den Index offen ist.
Sind Tier-2-Links dasselbe wie interne Links?
Nein. Interne Links stehen auf der eigenen Domain, Tier-2-Links auf fremden Seiten.
Was bringt Tier 3?
In der Beispielrechnung oben sitzen 343 von 1.000 Tier-3-Seiten auf einer durchgehend indexierten Kette. Ihr Gewicht läuft über zwei Zwischenschritte und wird bei jedem Schritt geteilt und gedämpft.
David baut seit 2016 Linkaufbau- und Digital-PR-Prozesse, erst als Agentur unter SEO Galaxy, heute als Plattform mit GetMentioned. Er hat eigene Projekte von null auf siebenstelligen Monats-Traffic skaliert und tausende Kampagnen für Kunden umgesetzt. Hier schreibt er über das, was in der Praxis wirkt, und über das, was nur Budget kostet.
Der nächste Link muss kein Blindkauf sein
Vergleiche Publisher, SEO-Daten und Preise an einem Ort und buche passende Placements direkt.
Bezahlt wird die Veröffentlichung, gewertet wird die Seite im Index. Woran sich vor der Buchung erkennen lässt, ob ein Publisher zuverlässig indexiert wird, wie lange die Aufnahme dauert und was bei einer Platzierung ohne Index zu tun ist.
Linkjuice ist Branchenjargon für eine echte Mechanik. Woher der Begriff kommt, warum sich die Verteilung seit über fünfzehn Jahren nicht mehr steuern lässt und was stattdessen zählt.
Welche kostenlosen Linkquellen tragen, welche nur Zeit kosten und wo die Grenze liegt. Mit ehrlicher Rechnung: kostenlos heißt Arbeitszeit statt Budget.