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Grundlagen

SEO-Texte: woran ein guter Text erkennbar ist

Keyword-Dichte, Mindestwortzahl und die Angst vor Duplicate Content stammen aus einer Zeit, in der Suchmaschinen Wörter gezählt haben. Sieben verbreitete Regeln an Googles eigener Dokumentation geprüft, dazu ein Raster für die Abnahme eines Textes.

David Hahn

David Hahn · 19.08.2026 · 26 Min. Lesezeit

Links ein Text mit Zählmarken und Skala, rechts derselbe Text als Antworten auf Fragen, eine bleibt offen

Das Wichtigste in Kürze

  • Von sieben verbreiteten Regeln für SEO-Texte hält eine der Prüfung stand.
  • Google nennt in seiner Dokumentation keine bevorzugte Wortzahl.
  • Duplikate auf der eigenen Website nennt Google ausdrücklich normal.
  • Verweildauer steht in Googles Aufzählung der Ranking-Systeme nicht.
  • Prüfbar sind zwei Größen, Deckung mit der Suchintention und Nachprüfbarkeit.

Ein SEO-Text ist ein Text, der für eine bestimmte Suchanfrage geschrieben wurde. Sein Zweck steht vor dem ersten Satz fest.

Die Regeln, nach denen solche Texte bis heute entstehen, stammen aus einer Zeit, in der Suchmaschinen Wörter gezählt haben. Keyword-Dichte, Mindestwortzahl und die Sorge vor Duplicate Content sind Rechenregeln für ein System, das so nicht mehr arbeitet.

Dieser Beitrag prüft sieben verbreitete Regeln an Googles eigener Dokumentation. Eine davon hält stand.

Danach steht ein Raster mit sechs Kriterien. Damit lässt sich ein Text abnehmen, ein zugelieferter wie ein selbst geschriebener.

Was ein SEO-Text ist und was ihn vom übrigen Text unterscheidet

Der Begriff SEO-Text ist eine Bezeichnung der Branche. In Googles Dokumentation kommt er nicht vor.

Er beschreibt trotzdem eine reale Arbeitsweise, bei der ein Text auf eine Suchanfrage hin entsteht.

Die Definition in einem Satz

Ein SEO-Text ist ein Text für eine Website, der eine bekannte Suchanfrage vollständig beantworten soll.

Drei Dinge stehen dabei vor dem Schreiben fest. Das Thema, die Suchanfrage und die Seite, auf der der Text landet.

Ein Beitrag, der ohne diese drei Angaben entsteht, ist ein Text. Er wird dadurch nicht schlechter, er bedient nur keine Suche.

Was die Bezeichnung im deutschen Markt meint

Im deutschen Markt steht SEO-Text für sehr verschiedene Dinge. Gemeint sind Kategorietexte im Shop, Ratgeberbeiträge im Blog und Landingpages für ein Angebot.

Diese drei Textsorten haben unterschiedliche Aufgaben. Ein Kategorietext ordnet ein Sortiment ein. Ein Ratgeberbeitrag beantwortet eine Frage. Eine Landingpage führt zu einer Entscheidung.

Wer einen Text einkauft, sollte die Sorte benennen. Ein Preis je Wort sagt sonst nichts darüber aus, was geliefert wird.

Der Sammelbegriff verdeckt außerdem eine Weichenstellung. Für Suchanfragen mit Kaufabsicht taugt ein Ratgebertext selten, und umgekehrt.

Woher die Rechenregeln für SEO-Texte stammen

Frühe Suchmaschinen haben Seiten über Wortübereinstimmung sortiert. Wer ein Wort häufiger nannte, galt als passender zum Suchbegriff.

Aus dieser Mechanik sind die bekannten Zahlen entstanden. Keyword-Dichte, Mindestlänge und Position im ersten Absatz beschreiben alle dasselbe Modell.

Das Modell hat sich in mehreren Schritten geändert. Google nennt heute unter anderem RankBrain, den neuronalen Abgleich, BERT und das Ranking-System für Passagen als eigene Systeme.

Die Zahlen sind trotzdem geblieben. Sie sind leicht zu messen und leicht in ein Briefing zu schreiben.

Nach unserer Erfahrung liegt genau darin ihre Zähigkeit. Ein Einkäufer kann eine Keyword-Dichte kontrollieren. Ob ein Text die Frage hinter der Suche trifft, muss er lesen.

Sieben Regeln für SEO-Texte, geprüft an der Primärquelle

Die folgenden sieben Sätze stehen in fast jedem deutschen Beitrag zum Thema. Jeder wird hier gegen die Stelle geprüft, aus der er stammen müsste.

Geprüft wurde in Googles Dokumentation und in den Anweisungen für Googles externe Prüfer.

Zu jeder Regel steht am Ende, was stattdessen gilt, und eine Formulierung, die sich übernehmen lässt.

Regel 1: Die Keyword-Dichte soll zwischen 0,5 und 1 Prozent liegen

Diese Zahl steht in keiner Google-Dokumentation. Der Begriff Keyword-Dichte kommt weder in den Grundlagen zu hilfreichen Inhalten noch im SEO-Startleitfaden vor.

Auch die 182 Seiten der Prüferanweisungen enthalten das Wort keyword an nur drei Stellen. Zwei davon behandeln Spam.

Die dritte Stelle ist ein Bewertungsbeispiel und dreht die Regel um. Zu einer Suchanfrage nach Zahnverlust bei einem fünfjährigen Kind zeigt Google einen Treffer über Zahnverlust bei Hechten, in dem die Wörter „five years old" vorkommen.

Die Anweisung an den Prüfer lautet dort, das Ergebnis verfehle die Suchintention vollständig, weil es nur Wortübereinstimmungen enthalte. Nachzulesen in den Search Quality Rater Guidelines vom 11.09.2025 auf Seite 137.

Eine Dichte von 0,7 Prozent hätte diesem Treffer nicht geholfen. Die Bewertung hängt am Thema.

Tragfähig ist die einfachere Fassung. Ein Text nennt die Sache, um die es geht, so oft wie nötig. Das ergibt sich aus dem Thema und wird nicht gezählt.

Nicht so: „Das Fokus-Keyword SEO-Texte sollte im Text eine Dichte von 0,5 bis 1 Prozent erreichen, verteilt über alle Absätze."

Besser, übernehmbar für ein Briefing: „Der Text behandelt SEO-Texte durchgehend als Thema. Synonyme und verwandte Begriffe dürfen dabei frei verwendet werden. Eine Zielhäufigkeit gibt es nicht."

Regel 2: Ein SEO-Text braucht mindestens 350 Wörter

Google widerspricht dieser Regel ausdrücklich. In der Liste der Warnzeichen für suchmaschinenorientierte Inhalte steht eine Frage, die Google selbst beantwortet.

Wörtlich heißt es in den Grundlagen zu hilfreichen Inhalten: „Schreibst du auf eine bestimmte Wortzahl hin, weil du gehört oder gelesen hast, dass Google eine bevorzugte Wortzahl hat? (Wir haben keine.)"

Die Frage steht dort in einer Liste, die Google mit „Inhalte vermeiden" überschreibt. Das Schreiben auf eine Zielwortzahl gilt Google also als Warnzeichen.

Die Prüferanweisungen gehen weiter. Sie führen einen eigenen Abschnitt zu Füllinhalten und beschreiben sie als Inhalte mit geringem Aufwand, die den Zweck der Seite nicht stützen.

Wörtlich heißt es dort, Filler könne Inhalte künstlich aufblähen und eine Seite erzeugen, die reichhaltig wirkt und den Besuchern nichts bietet. Eine Seite mit viel Füllmaterial soll die Stufe „Low" bekommen.

Damit zeigt Googles eigener Bewertungsmaßstab in die andere Richtung. Länge ohne Substanz senkt die Bewertung.

An die Stelle der Zahl tritt die Frage. Die Länge folgt aus dem, was zu beantworten ist. Ein Definitionstext kann nach 200 Wörtern fertig sein, ein Entscheidungsleitfaden nach 3.000 noch nicht.

Nicht so: „Für gute Rankings sollte der Text mindestens 350 Wörter haben, besser 800."

Besser, übernehmbar für ein Briefing: „Der Text beantwortet die Frage vollständig und hört danach auf. Wenn 400 Wörter reichen, sind es 400. Es gibt keine Mindestlänge und keinen Absatz, der nur Umfang erzeugt."

Regel 3: Duplicate Content wird von Google abgestraft

Diese Regel ist im Kern falsch. Google beschreibt Duplikate auf der eigenen Website als normal.

Auf der Seite zur URL-Kanonisierung steht wörtlich: „Eine gewisse Menge an Duplicate Content auf einer Website ist normal und stellt keinen Verstoß gegen die Spamrichtlinien von Google dar."

Was Google beschreibt, ist eine Auswahl. Bei mehreren ähnlichen Seiten bestimmt Google eine kanonische Fassung und zeigt diese in den Suchergebnissen.

Google nennt dafür einen eigenen Systemtyp. Im Leitfaden zu den Ranking-Systemen heißen sie Deduplizierungssysteme.

Eine eigene Angabe zur kanonischen Seite bleibt dabei ein Vorschlag. Google schreibt, eine kanonische Präferenz sei ein Hinweis und keine Regel.

Die Folge einer Dublette ist damit kein Abzug. Die Folge ist, dass eine der beiden Seiten nicht erscheint.

Der Fall, auf den die Regel eigentlich zielt, steht an anderer Stelle. In den Spam-Richtlinien behandelt Google das Kopieren fremder Inhalte unter dem Begriff Scraped Content.

Gemeint ist dort das Übernehmen von Inhalten fremder Websites, häufig automatisiert, mit dem Zweck, Rankings zu beeinflussen. Das ist ein Verstoß, und die Folge kann bis zum Ausschluss aus dem Index reichen.

Übrig bleiben zwei Fälle mit zwei verschiedenen Folgen. Eigene Dubletten kosten Sichtbarkeit für eine der beiden Seiten. Fremde Inhalte zu kopieren verstößt gegen die Richtlinien.

Nicht so: „Achte auf 100 Prozent Unique Content, sonst droht eine Duplicate-Content-Strafe."

Besser, übernehmbar für ein Briefing: „Der Text steht so auf keiner anderen Website. Übernommene Passagen aus fremden Quellen sind ausgeschlossen. Innerhalb der eigenen Domain wird bei ähnlichen Seiten eine kanonische Fassung bestimmt."

Regel 4: Das Haupt-Keyword gehört in die H1

Für diese Regel gibt es keinen Google-Beleg. Der SEO-Startleitfaden erklärt Überschriften, ohne eine Keyword-Vorgabe zu nennen.

Zur Zahl der Überschriften schreibt Google wörtlich: „Es gibt auch keine magische, ideale Anzahl von Überschriften, die eine bestimmte Seite haben sollte."

Zur Reihenfolge wird Google noch deutlicher. Eine semantische Reihenfolge sei ideal für Screenreader, aus Sicht der Google Suche spiele eine andere Reihenfolge keine Rolle.

Die Regel bleibt trotzdem sinnvoll, aus einem anderen Grund. Eine Überschrift, die das Thema benennt, sagt dem Leser in der Trefferliste, worum es geht.

Nach unserer Erfahrung fällt das erst auf, wenn eine Überschrift allein steht. In einem Inhaltsverzeichnis, in einer geteilten Vorschau oder als einzige zitierte Zeile in einer KI-Antwort.

Tragfähig bleibt die Regel aus einem anderen Grund. Die H1 benennt das Thema der Seite, weil Menschen sie lesen. Als Ranking-Anweisung ist sie nicht dokumentiert.

Nicht so: „Die H1 muss das Fokus-Keyword enthalten, sonst kann Google die Seite nicht zuordnen."

Besser, übernehmbar für ein Briefing: „Die H1 benennt das Thema so, dass sie ohne den Text darunter verständlich bleibt. Jede Zwischenüberschrift beschreibt ihren Abschnitt, statt die Textsorte anzukündigen."

Regel 5: Das Keyword muss in den ersten 100 Wörtern stehen

Auch diese Zahl hat keine Quelle bei Google. Weder der SEO-Startleitfaden noch die Grundlagen zu hilfreichen Inhalten nennen eine Position im Text.

Die Prüferanweisungen enthalten dagegen eine Aussage zur Reihenfolge, die ohne Keywords auskommt. Sie verlangt, den hilfreichsten Teil des Inhalts weit oben zu platzieren.

Dahinter steht eine Beobachtung, die jeder kennt. Wer eine Frage stellt und drei Absätze Anlauf bekommt, springt weiter.

Der wahre Kern der Regel betrifft also die Antwort, nicht das Wort. Eine Seite, die nach 100 Wörtern noch nichts gesagt hat, verliert Leser.

Brauchbar bleibt die Regel in einer anderen Form. Die Antwort auf die Suchanfrage steht im ersten Abschnitt. Ob das gesuchte Wort darin fällt, ergibt sich meistens von selbst.

Nicht so: „Platziere das Fokus-Keyword in den ersten 100 Wörtern, idealerweise im ersten Satz."

Besser, übernehmbar für ein Briefing: „Der erste Abschnitt beantwortet die Frage aus der Überschrift in zwei bis drei Sätzen. Einleitungen zur Bedeutung des Themas entfallen."

Regel 6: Keyword-Stuffing wird von Google bestraft

Diese Regel steht. Sie ist die einzige der sieben, die sich unverändert belegen lässt.

In den Spam-Richtlinien führt Google den Punkt unter der Überschrift „Überflüssige Keywords". Gemeint ist das Füllen einer Webseite mit Keywords oder Zahlen, um das Ranking in den Google-Suchergebnissen zu manipulieren.

Als Beispiele nennt Google Listen mit Telefonnummern ohne Mehrwert, Textblöcke mit Städten und Regionen sowie Wörter, die so häufig wiederholt werden, dass sie unnatürlich wirken.

Zur Folge schreibt Google, Websites, die gegen die Richtlinien verstoßen, erhielten möglicherweise ein niedrigeres Ranking oder erschienen gar nicht in den Suchergebnissen.

Ein Detail an der Definition wird selten mitzitiert. Der Verstoß hängt an der Absicht, das Ranking zu manipulieren.

Eine Prozentgrenze nennt Google an keiner Stelle. Es gibt also keinen Wert, unterhalb dessen ein Text sicher wäre, und keinen, oberhalb dessen er automatisch verstößt.

Zu prüfen bleibt damit die Lesart. Ein Text, der sich unnatürlich liest, fällt unter diese Richtlinie. Eine Rechnung ersetzt das Lesen an dieser Stelle nicht.

Nicht so: „Bleib unter 2,5 Prozent Keyword-Dichte, dann liegt kein Keyword-Stuffing vor."

Besser, übernehmbar für ein Briefing: „Kein Satz enthält ein Wort, das nur wegen der Suchmaschine dort steht. Aufzählungen von Städten, Regionen oder Produktvarianten ohne eigene Aussage sind ausgeschlossen."

Regel 7: Einzigartiger Content erhöht die Verweildauer

Diese Regel behauptet eine Wirkungskette. Einzigartiger Text soll die Verweildauer erhöhen, und die Verweildauer soll das Ranking verbessern.

Das zweite Glied fehlt in Googles Dokumentation. Der Leitfaden zu den Ranking-Systemen führt siebzehn Systeme auf, von BERT über die Aktualitätssysteme bis zu den Systemen zur Spamerkennung.

Verweildauer kommt darin nicht vor. Absprungrate und Klickrate ebenso wenig.

Die Liste ist Googles eigene Aufzählung dessen, was Google öffentlich benennt. Eine vollständige Liste aller Signale ist sie nicht. Belegt ist damit nur, dass Google diese Größe nicht nennt.

Das erste Glied der Kette lässt sich ebenfalls nicht messen wie behauptet. Verweildauer misst Analytics auf der eigenen Seite. Sie sagt nichts darüber, wie lange jemand vor der Rückkehr zur Trefferliste geblieben ist.

Für die Wirkung von Originalität hat Google dagegen einen eigenen Eintrag. Die Systeme für Originalinhalte sollen eigene Berichterstattung in den Suchergebnissen hervorheben, statt sie nur zu zitieren.

Wirksam bleibt der eigene Anteil trotzdem, über einen anderen Weg als den behaupteten. Google benennt ein System für Originalinhalte und keine Kennzahl zur Verweildauer.

Nicht so: „Unique Content erhöht die Verweildauer und damit das Ranking."

Besser, übernehmbar für einen Report: „Der Beitrag enthält zwei Angaben, die auf keiner anderen Seite stehen. Ob sich die Verweildauer dadurch ändert, wird beobachtet und nicht als Ursache behauptet."

Was von den sieben Regeln übrig bleibt

RegelStatusWas die Primärquelle sagt
Keyword-Dichte 0,5 bis 1 Prozentohne QuelleBegriff kommt bei Google nicht vor
Mindestens 350 WörterwiderlegtGoogle nennt keine bevorzugte Wortzahl
Duplicate Content wird abgestraftfalsch im KernDuplikate auf der eigenen Website sind normal
Haupt-Keyword in der H1ohne Quellekeine ideale Zahl, Reihenfolge ohne Belang
Keyword in den ersten 100 Wörternohne QuelleGoogle nennt keine Position im Text
Keyword-Stuffing wird bestraftträgtsteht in den Spam-Richtlinien
Einzigartiger Content erhöht die VerweildauerKette ohne BelegVerweildauer steht in keiner Systemliste

Eine von sieben Regeln trägt unverändert. Zwei enthalten einen richtigen Kern und eine falsche Begründung. Vier stehen in keiner Google-Dokumentation.

Sieben verbreitete Regeln und was von ihnen bleibt. Geprüft an Google Search Central und den Search Quality Rater Guidelines.
Ich habe nie erlebt, dass eine Keyword-Dichte einen Text gerettet hat. Ich habe oft erlebt, dass eine einzige nachprüfbare Zahl einen Text unersetzbar gemacht hat.
David Hahn, Geschäftsführer GetMentioned

Das Raster, an dem sich ein SEO-Text prüfen lässt

Die geprüften Regeln haben einen gemeinsamen Vorteil. Sie sind zählbar.

Die Kriterien, die tragen, muss man lesen. Dafür lohnt ein festes Raster, damit die Abnahme nicht am Geschmack hängt.

Sechs Kriterien reichen. Sie gelten für einen zugelieferten Text genauso wie für einen selbst geschriebenen.

Deckung mit der Suchintention

Googles Prüfer bewerten Ergebnisse auf einer Skala mit fünf Stufen. Jede Stufe ist über die Suchintention definiert.

Die oberste Stufe gilt für Suchanfragen mit einer eindeutigen Absicht und dem genau passenden Ergebnis. Die unterste beschreibt ein Ergebnis, das die Bedürfnisse aller oder fast aller Nutzer verfehlt.

Keine der fünf Stufen nennt eine Textlänge. Keine nennt eine Keyword-Dichte.

Für die Abnahme heißt das eine Frage. Beantwortet der Text die Frage, die jemand mit dieser Suchanfrage stellt, oder eine benachbarte?

Der häufigste Fall in der Praxis ist ein Text zur falschen Stufe der Kaufentscheidung. Jemand sucht einen Vergleich und bekommt eine Definition.

Ein Beitrag zu „seo texte kaufen", der auf 2.000 Wörtern die Frage „was ist ein SEO-Text" abhandelt, verfehlt diese Stufe.

Besser trifft ihn ein Beitrag, der mit den Preislogiken am Markt beginnt, danach den Leistungsumfang aufschlüsselt und zuletzt die Rechte am Text klärt.

Nachprüfbare Angaben mit Datum und Quelle

Das zweite Kriterium fragt nach Belegen. Jede Zahl im Text braucht die Stelle, an der sie herkommt.

Eine Quelle ist genannt, wenn Name, Datum und Link dastehen. Ein Hinweis in Klammern ohne Link ist eine Behauptung mit Namensschild.

Zwei Prüfungen genügen dafür. Führt der Link zu einer erreichbaren Seite, und steht die Aussage dort wirklich?

In der Praxis sehen wir den zweiten Punkt regelmäßig reißen. Verlinkt wird die Übersichtsseite eines Anbieters, während die Zahl aus einem Beitrag Dritter stammt.

Nicht so: „Studien zeigen, dass längere Texte besser ranken (Quelle: diverse SEO-Studien)."

Besser, übernehmbar: „Google nennt in den Grundlagen zu hilfreichen Inhalten keine bevorzugte Wortzahl, Stand 19.08.2026." Danach folgt der Link auf genau diese Seite.

Wo viele solcher Angaben zu einer Marke zusammenlaufen, lohnt eine eigene Seite dafür. Wie die aufgebaut ist, steht im Beitrag zur Grounding Page.

Ein eigener Anteil, der sonst nirgends steht

Das dritte Kriterium ist das härteste. Es fragt, was in diesem Text steht und in keinem anderen.

Googles Prüferanweisungen benennen dafür drei Größen. Effort meint den Umfang, in dem ein Mensch aktiv an einem zufriedenstellenden Inhalt gearbeitet hat. Originality meint den Anteil, der auf anderen Websites nicht verfügbar ist. Talent or Skill meint das Können, mit dem der Inhalt gemacht wurde.

Die Anweisung nennt außerdem den Gegenfall. Seiten, deren Inhalt fast vollständig kopiert, umformuliert, eingebettet, automatisch oder mit KI erzeugt oder von anderen Quellen übernommen ist, sollen die Stufe „Lowest" bekommen, wenn dabei kaum Aufwand, kaum Originalität und kaum Mehrwert entstehen.

Lizenzierte und syndizierte Inhalte gelten in derselben Anweisung ausdrücklich nicht als kopiert.

Für die Abnahme reicht eine Frage. Welche Zahl, welchen Fall oder welchen Satz aus diesem Text könnte man nirgendwo sonst finden?

Ein Abschnitt, der drei fremde Ratgeber zusammenfasst und daraus eine Liste baut, fällt bei dieser Frage durch.

Besser, übernehmbar mit eigenen Zahlen: „Wir haben im ersten Halbjahr 2026 achtzehn Angebote von Textanbietern verglichen. In zwölf davon fehlte jede Angabe zum Rechercheumfang."

Wer keinen eigenen Datenpunkt hat, kann eine Einschätzung mit Namen dahinter setzen. Das ist ebenfalls ein eigener Anteil.

Abschnitte, die einzeln verständlich sind

Das vierte Kriterium betrifft den Aufbau. Jeder Abschnitt muss auch dann tragen, wenn er allein gelesen wird.

Der Grund liegt in der Art, wie Inhalte heute abgerufen werden. Google nennt ein eigenes Ranking-System für Passagen, das einzelne Abschnitte einer Seite bewertet.

Dazu kommt die Nutzung in KI-Antworten. Dort erscheint meist ein einzelner Absatz oder ein einzelner Satz.

Für die Abnahme ergibt das zwei Prüfungen. Steht in jedem Abschnitt eine Hauptaussage? Und ist die Zwischenüberschrift ohne den Absatz davor verständlich?

Eine Zwischenüberschrift „Ein Beispiel" über einem Absatz, der ohne die vorherigen zwei Seiten unverständlich bleibt, fällt hier durch.

Besser, übernehmbar: „Ein Kategorietext für einen Onlineshop als Beispiel" als Überschrift, darunter ein Absatz, der den Fall in zwei Sätzen selbst erklärt.

Satzbau mit einer Aussage je Satz

Das fünfte Kriterium ist das einzige, das sich schnell prüfen lässt. Es geht um die Zahl der Angaben je Satz.

Ein Satz mit drei Angaben zwingt den Leser, sie zu sortieren. Drei Sätze mit je einer Angabe nehmen ihm die Arbeit ab.

Der Test dauert eine Minute. Einen beliebigen Absatz aus der Mitte laut lesen und zählen, wie oft man Luft holt.

Nicht so: „Wir sind seit einigen Jahren am Markt und betreuen vor allem mittelständische Kunden im DACH-Raum, wobei der Schwerpunkt auf erklärungsbedürftigen Angeboten liegt."

Besser, übernehmbar: „GetMentioned ist seit 2016 am Markt. Betreiberin ist die SEO Galaxy GmbH mit Sitz in Deutschland. Im Portfolio stehen über 100.000 geprüfte Publisher."

Aktualität und ein sichtbares Datum

Das sechste Kriterium fragt nach dem Stand. Jede Zahl im Text braucht ein Jahr.

Ohne Jahreszahl liest jeder eine Angabe als aktuell. Eine Marktzahl von 2021 wird damit zu einer falschen Aussage über 2026.

Google warnt in derselben Liste, in der die Wortzahl steht, vor einer verwandten Praxis. Genannt wird das Ändern des Datums einer Seite, obwohl sich am Inhalt nichts wesentlich geändert hat.

Für die Abnahme heißt das zwei Fragen. Trägt jede Zahl ein Jahr? Und stimmt das Datum der Seite mit dem letzten inhaltlichen Eingriff überein?

Nicht so: „Rund 60 Prozent der Unternehmen setzen auf SEO-Texte."

Besser, übernehmbar: „In der letzten verfügbaren Erhebung dazu waren es 60 Prozent. Sie stammt aus dem Jahr 2021, eine neuere Zahl liegt nicht vor."

Das Raster als Prüfliste

  • Beantwortet der Text die Frage hinter der Suchanfrage, oder eine benachbarte?
  • Trägt jede Zahl eine Quelle mit Namen, Datum und Link?
  • Steht mindestens eine Angabe darin, die es sonst nirgends gibt?
  • Ist jeder Abschnitt allein verständlich?
  • Enthält der durchschnittliche Satz eine Angabe?
  • Hat jede Zahl ein Jahr?

Sechs Fragen, sechs Antworten. Ein Text, der bei mehr als zwei Fragen durchfällt, geht zurück.

Nach unserer Erfahrung fällt die dritte Frage am häufigsten durch. Sie ist auch die einzige, für die eine Überarbeitung nichts nützt. Es braucht neue Information.

Wie Google Textqualität bewerten lässt

Googles Bewertungsmaßstab ist öffentlich. Er steht in den Anweisungen für die externen Prüfer, die Suchergebnisse bewerten.

Das Dokument heißt „General Guidelines", umfasst 182 Seiten und trägt das Datum 11.09.2025.

Eine Einschränkung gehört dazu. Die Bewertungen dieser Prüfer verändern kein einzelnes Ranking. Sie messen, ob eine Änderung am System die Ergebnisse verbessert hat.

Trotzdem ist das Dokument die genaueste Beschreibung dessen, was Google unter Qualität versteht.

Effort, Originality und Talent or Skill

Der Abschnitt zur Qualität des Hauptinhalts nennt vier Größen. Aufwand, Originalität, Können und Genauigkeit.

Aufwand wird dabei weit gefasst. Genannt werden das Schreiben selbst, aber auch das Bauen einer Funktion auf der Seite.

Als Gegenbeispiel nennt Google das automatische Erzeugen tausender Seiten. Konkret beschrieben ist das Durchlaufen frei verfügbarer Inhalte durch eine Übersetzungssoftware ohne jede Kontrolle oder Kuratierung.

Originalität wird an einer klaren Frage gemessen. Wenn andere Websites ähnliche Inhalte haben, soll der Prüfer überlegen, ob die vorliegende Seite die Originalquelle ist.

Genauigkeit ist für Informationsseiten benannt. Für Themen mit Auswirkung auf Gesundheit, Finanzen oder Sicherheit kommt die Übereinstimmung mit dem etablierten Fachkonsens dazu.

Filler und warum Länge dagegen nicht hilft

Ein eigener Abschnitt behandelt Füllinhalte. Er heißt „Filler as a Poor User Experience".

Beschrieben ist Inhalt mit geringem Aufwand, der wenig Wert hinzufügt und den Zweck der Seite nicht stützt. Google schreibt dazu, Filler könne Inhalte künstlich aufblähen.

Zwei Fälle führen zur Stufe „Low". Eine Seite mit viel unbrauchbarem Füllmaterial und eine Seite, auf der prominenter Filler das Finden des hilfreichen Teils erschwert.

Damit steht die Mindestwortzahl doppelt schlecht da. Google nennt keine bevorzugte Länge und benennt zugleich das Aufblähen als Grund für eine schlechtere Bewertung.

Was daraus für die eigene Abnahme folgt

Die vier Größen lassen sich in eine Abnahmefrage je Text übersetzen.

  • Aufwand. Was hat ein Mensch an diesem Text getan, das eine Maschine nicht getan hätte?
  • Originalität. Welcher Teil steht auf keiner anderen Website?
  • Können. Liest sich der Text so, dass ein Fachredakteur ihn annehmen würde?
  • Genauigkeit. Stimmt jede Angabe, und lässt sie sich nachschlagen?

Diese vier Fragen brauchen mehr Zeit als eine Zählung. Sie treffen dafür die Größe, die Google in der Anweisung beschreibt.

Ein weiterer Abschnitt derselben Anweisung beschreibt den häufigsten Grenzfall. Gemeint sind Seiten, die Inhalte von besseren Quellen neu verpacken, mit wenig Aufwand, wenig Originalität und wenig Mehrwert.

Als Beispiele nennt Google Reposts aus sozialen Netzwerken ohne eigenen Kommentar, Seiten mit eingebetteten fremden Inhalten ohne eigene Einordnung und Bestenlisten auf Basis vorhandener Rezensionen.

Nach unserer Erfahrung landen die meisten eingekauften Texte genau hier. Sie sind nicht falsch. Sie sind austauschbar.

Warum die Prüfung auch für KI-Antworten zählt

Ein Text bedient heute zwei Abnehmer. Den Leser in der Trefferliste und das System, das eine Antwort zusammensetzt.

Für den zweiten Abnehmer gilt dasselbe Raster, aus einem anderen Grund. Ein System, das eine Antwort aus mehreren Quellen baut, braucht Sätze, die für sich stehen und überprüfbar sind.

Was die Pew-Zahlen zur Klickrate zeigen

Das Pew Research Center hat im Juli 2025 eine Auswertung zu KI-Zusammenfassungen in der Google-Suche veröffentlicht.

Die Methodik steht offen. Ausgewertet wurde das Browsing-Verhalten von 900 Erwachsenen in den USA, die dafür eine Tracking-App installiert haben. Der Zeitraum war der März 2025.

Die Grundgesamtheit umfasst 68.879 einzelne Google-Suchanfragen. Bei 12.593 davon erschien eine KI-Zusammenfassung.

Das Ergebnis nennt Pew in zwei Zahlen. Mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer in 8 Prozent der Besuche auf ein klassisches Suchergebnis. Ohne Zusammenfassung waren es 15 Prozent.

Der Klick auf eine Quelle innerhalb der Zusammenfassung kam in 1 Prozent der Besuche vor.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Die Stichprobe besteht aus Erwachsenen in den USA. Google hat der Auswertung öffentlich widersprochen und die Auswahl der Suchanfragen als nicht repräsentativ bezeichnet.

Was ein Text mitbringen muss, um zitiert zu werden

Aus diesen Zahlen folgt keine neue Textsorte. Es folgt eine Verschiebung im Zweck.

Ein Teil der Sichtbarkeit entsteht künftig ohne Besuch. Genannt zu werden ist dann das Ergebnis, nicht der Klick.

Für den Text bedeutet das drei Dinge. Aussagen müssen einzeln zitierfähig sein, Angaben müssen sich prüfen lassen, und die Marke dahinter muss erkennbar sein.

Wie Googles AI Mode dabei Anfragen aufteilt und Quellen zusammenführt, steht im Beitrag zum Google AI Mode.

In der Praxis sehen wir dafür kaum zusätzliche Arbeit. Dieselben sechs Kriterien, die einen Text für Leser tragfähig machen, machen ihn zitierfähig.

Drei Wege, an einen SEO-Text zu kommen

Die Frage nach dem guten Text endet bei der Frage, wer ihn schreibt. Dafür gibt es drei Wege.

Alle drei liefern brauchbare Ergebnisse. Sie unterscheiden sich im internen Aufwand und darin, wo das Fachwissen herkommt.

Selbst schreiben

Der erste Weg ist der Text aus dem eigenen Haus. Das Fachwissen liegt dort, wo es entsteht.

Damit ist das dritte Kriterium des Rasters am leichtesten zu erfüllen. Zahlen aus dem Tagesgeschäft, Fälle aus der Kundenarbeit und eine eigene Einschätzung stehen intern zur Verfügung.

Der Engpass liegt an anderer Stelle. Zeit und Regelmäßigkeit fehlen, sobald das Tagesgeschäft dazwischenkommt.

Nach unserer Erfahrung scheitert dieser Weg selten an der Qualität des ersten Textes. Er scheitert am fünften, der nicht mehr entsteht.

Sinnvoll ist er für Themen, bei denen niemand außerhalb des Unternehmens den Sachverhalt kennt.

Einen freien Texter oder eine Textbörse beauftragen

Der zweite Weg kauft Schreibleistung ein. Der Markt kennt dafür zwei Modelle.

Textbörsen rechnen nach Wortpreis und Qualitätsstufe. Das funktioniert für standardisierte Produkt- und Kategorietexte in großer Menge.

Freie Texter arbeiten je Auftrag und recherchieren mit. Der Preis hängt dann am Rechercheaufwand statt an der Wortzahl.

In beiden Fällen bleibt eine Aufgabe im Haus. Das Fachwissen muss ins Briefing, sonst fehlt der eigene Anteil im Ergebnis.

Nach unserer Erfahrung entsteht daraus die häufigste Enttäuschung. Der gelieferte Text ist sauber geschrieben und enthält nichts, was nicht schon im Netz stand.

Sinnvoll ist dieser Weg, wenn Umfang zählt und die Themen wenig Spezialwissen verlangen.

Den Text schreiben und liefern lassen

Der dritte Weg gibt Recherche, Text und Prüfung ab und behält die Freigabe im Haus.

Hier fallen wir selbst unter die Antwort, deshalb gehört die Einordnung dazu. GetMentioned ist eine Linkbuilding-Agentur mit eigenem Placement-Marktplatz. Full Service im Linkaufbau, kein Full-Service-SEO.

Auf Deiner eigenen Website arbeiten wir nicht. Technik, Seitenstruktur und die Pflege im CMS bleiben bei Deinem Team oder Deiner SEO-Agentur.

SEO-Texte schreiben und liefern wir trotzdem, auch für Deine eigenen Seiten. Online stellst Du sie dort selbst. Der Unterschied ist Lieferung gegen Eingriff.

Bei uns bleibt die Recherche zur Suchintention, die Gliederung zur Abstimmung, der Text, das Lektorat und die Prüfung jeder Zahl. Bei Dir bleiben das Thema, der fachliche Input und die Freigabe.

Erscheint der Beitrag bei einem Publisher, kommt die Abstimmung mit der Redaktion dazu. Dort gilt ein anderer Maßstab, nämlich die Erwartung des Publikums dieser Publikation.

Die drei Wege im Vergleich

Selbst schreibenTexter oder TextbörseSchreiben lassen und liefern
Fachwissen kommt voninternaus dem Briefingaus dem Briefing und der Recherche
Interner Aufwandhochmittelgering
Eigener Anteil im Textam leichtestenhängt am Briefinghängt am Input
Skaliert bei vielen Textenschlechtgutgut
Faktenprüfunginternselten enthaltenvor der Übergabe
Wer stellt onlineDuDuDu

Die letzte Zeile ist bei allen drei Wegen gleich. Das Veröffentlichen auf der eigenen Domain bleibt beim Betreiber der Website.

Was wir übernehmen und was nicht

Manche Leistungen klingen benachbart und sind es nicht. Deshalb hier die Trennlinie in einer Liste.

  • Recherche zur Suchintention, Gliederung, Text, Lektorat und Faktenprüfung übernehmen wir.
  • Texte für Deine eigenen Seiten schreiben und liefern wir, online stellst Du sie selbst.
  • Bei Platzierungen bei Publishern übernehmen wir zusätzlich die Abstimmung und die Veröffentlichung.
  • Technisches SEO, Seitenstruktur und Ladezeit Deiner Website gehören nicht dazu.
  • Keyword-Strategie und Redaktionsplanung für Deine Domain gehören nicht dazu.
  • Laufende SEO-Betreuung als Gesamtmandat gehört nicht dazu.

Was ein SEO-Text allein nicht leistet

Ein guter Text erfüllt eine Bedingung von mehreren. Er macht eine Seite antwortfähig.

Ob sie gefunden wird, hängt zusätzlich daran, wie viel Gewicht die Domain in ihrem Thema hat.

Textqualität und Sichtbarkeit sind zwei Fragen

Google führt Systeme für Link-Analysen und PageRank in derselben Aufzählung wie BERT und die Aktualitätssysteme. Beide Ebenen laufen gleichzeitig.

Ein hervorragender Text auf einer Domain ohne Gewicht rankt zu Suchanfragen ohne Wettbewerb. Zu umkämpften Anfragen reicht er selten.

Umgekehrt gilt dasselbe. Eine starke Domain mit einem austauschbaren Text bekommt Positionen und verliert sie wieder, sobald jemand die Frage besser beantwortet.

Welche Signale von anderen Websites dabei zählen und wie sie entstehen, steht im Beitrag zum Linkbuilding.

Wann der Text der Engpass ist und wann nicht

Die Diagnose lässt sich an drei Fällen festmachen.

  • Die Seite rankt auf Position 15 bis 30 und der Text beantwortet die Frage nur teilweise. Dann liegt der Engpass im Text.
  • Die Seite rankt auf Position 5 bis 10, der Text ist vollständig und die Wettbewerber haben deutlich mehr verweisende Domains. Dann liegt der Engpass außerhalb der Seite.
  • Die Seite rankt gar nicht und beantwortet eine andere Frage als die Suchanfrage. Dann liegt der Engpass in der Zuordnung.

Nach unserer Erfahrung wird der zweite Fall am häufigsten falsch behandelt. Ein bereits vollständiger Text wird ein viertes Mal überarbeitet, während der Abstand bei den verweisenden Domains bleibt.

Die Prüfung dafür dauert zehn Minuten. Die zehn Ergebnisse zur Suchanfrage öffnen, die eigene Antwort dagegenhalten und danach die verweisenden Domains vergleichen.

Fazit: prüfbare Kriterien schlagen zählbare Regeln

Von sieben verbreiteten Regeln für SEO-Texte trägt eine. Keyword-Stuffing steht in Googles Spam-Richtlinien, ohne Prozentgrenze und mit Blick auf die Absicht.

Die anderen sechs sind entweder ohne Quelle oder im Kern falsch. Sie halten sich, weil sie zählbar sind.

Die Kriterien, die tragen, verlangen eine Lesart. Deckung mit der Suchintention, Belege mit Datum, ein eigener Anteil, tragfähige Abschnitte, ein Fakt je Satz und ein sichtbares Jahr an jeder Zahl.

Diese sechs Fragen lassen sich auf jeden Text anwenden, auf einen selbst geschriebenen wie auf einen gelieferten. Sie brauchen kein Tool.

Bleibt die zweite Hälfte. Ein Text macht eine Seite antwortfähig, und Gewicht bekommt sie von außen.

Häufige Fragen

Was ist ein SEO-Text?

Ein SEO-Text ist ein Text für eine Website, der eine bekannte Suchanfrage vollständig beantworten soll. Thema, Suchanfrage und Zielseite stehen vor dem Schreiben fest. Der Begriff stammt aus der Branche und kommt in Googles Dokumentation nicht vor.

Wie lang sollte ein SEO-Text sein?

Es gibt keine belegte Mindestlänge. Google schreibt in den Grundlagen zu hilfreichen Inhalten ausdrücklich, es gebe keine bevorzugte Wortzahl, und führt das Schreiben auf eine Zielwortzahl als Warnzeichen. Die Länge folgt aus der Frage, die der Text beantwortet.

Welche Keyword-Dichte ist richtig?

Google nennt keinen Wert. Der Begriff Keyword-Dichte kommt weder im SEO-Startleitfaden noch in den Anweisungen für Googles Prüfer vor. Verbindlich ist die Spam-Richtlinie gegen überflüssige Keywords, und die stellt auf die Absicht ab, ein Ranking zu manipulieren.

Bestraft Google Duplicate Content?

Nein, nicht in der Form, in der die Regel meist zitiert wird. Google schreibt, eine gewisse Menge an Duplicate Content auf einer Website sei normal und kein Verstoß gegen die Spamrichtlinien. Bei ähnlichen Seiten wählt Google eine kanonische Fassung aus. Etwas anderes gilt für das Kopieren fremder Inhalte, das steht als Scraped Content in den Spam-Richtlinien.

Muss das Keyword in der H1 stehen?

Google verlangt das nirgends. Der SEO-Startleitfaden nennt keine ideale Zahl von Überschriften und schreibt, die Reihenfolge sei aus Sicht der Suche ohne Belang. Sinnvoll bleibt eine H1, die das Thema benennt, weil Menschen sie in Trefferlisten und Inhaltsverzeichnissen lesen.

Woran erkenne ich einen guten SEO-Text in fünf Minuten?

An drei Stichproben. Beantwortet der erste Abschnitt die Frage aus der Überschrift? Trägt die erste Zahl im Text eine Quelle mit Datum und Link? Und steht irgendwo eine Angabe, die man auf keiner anderen Seite findet? Fällt eine der drei durch, lohnt die vollständige Prüfung anhand des Rasters.

Kann ich SEO-Texte von einer KI schreiben lassen?

Google bewertet die Substanz und nicht die Herkunft. In der Dokumentation steht, ein Verstoß liege vor, wenn Automatisierung einschließlich KI-Generierung hauptsächlich zur Manipulation des Rankings eingesetzt wird. Googles Prüferanweisungen setzen Seiten mit fast vollständig kopiertem oder generiertem Inhalt ohne Aufwand, Originalität und Mehrwert auf die unterste Stufe. Die Redaktionsstufe danach entscheidet.

David Hahn

Über den Autor

David Hahn

Geschäftsführer GetMentioned

David baut seit 2016 Linkaufbau- und Digital-PR-Prozesse, erst als Agentur unter SEO Galaxy, heute als Plattform mit GetMentioned. Er hat eigene Projekte von null auf siebenstelligen Monats-Traffic skaliert und tausende Kampagnen für Kunden umgesetzt. Hier schreibt er über das, was in der Praxis wirkt, und über das, was nur Budget kostet.

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