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Google AI Mode SEO: was messbar ist und was nicht

Der KI-Modus beantwortet Fragen mit einem generierten Text und belegt sie mit anderen Quellen als die AI Overviews. Was Google selbst zum Unterschied sagt, was die Search Console dazu ausweist und warum die Messung fast überall an derselben Stelle endet.

David Hahn

David Hahn · 17.08.2026 · 17 Min. Lesezeit

Zwei KI-Antwortflächen mit verschiedenen Quellenkarten, dazwischen ein Messfeld ohne Klickwert

Das Wichtigste in Kürze

  • Der KI-Modus und die AI Overviews sagen in neun von zehn Fällen dasselbe.
  • Ihre Citations überschneiden sich laut Ahrefs zu 13,7 Prozent.
  • Google nennt als möglichen Grund verschiedene Modelle und Techniken.
  • Die Search Console zeigt für beide Oberflächen Impressionen ohne Klicks.
  • Der KI-Modus nennt 2,5-mal so viele Marken und Personen wie die AI Overviews.

Google AI Mode ist eine eigene Oberfläche der Google Suche. Sie beantwortet eine Frage mit einem generierten Text und setzt dazu Links ins Web. Auf Deutsch heißt sie KI-Modus.

Wer nach dem Thema sucht, will meist wissen, was dafür zu tun ist. Davor liegt die Frage, was sich an dieser Oberfläche überhaupt messen lässt.

Dieser Beitrag ordnet das Produkt ein. Er erklärt, woher der KI-Modus seine Quellen nimmt, wie weit diese Quellen von den AI Overviews abweichen und was davon in der Google Search Console ankommt.

Was Google AI Mode ist

Der KI-Modus als eigene Oberfläche der Google Suche

Google beschreibt AI Mode in der eigenen Suchhilfe als „Google's most powerful AI search experience“. Der Nutzer stellt eine Frage und erhält eine generierte Antwort. Dazu kommen Folgefragen und Links ins Web.

Der Zugang läuft über google.com/ai, über den Button auf der Startseite oder über einen Tab auf der Suchergebnisseite. Fragen lassen sich per Text, Sprache oder Bild stellen.

Dieselbe Seite beschreibt einen Rückfall auf eine reine Linkliste, wenn das Vertrauen in die Qualität der generierten Antwort zu niedrig ist. Die Oberfläche liefert also nicht in jedem Fall eine KI-Antwort.

Welches Gemini-Modell im KI-Modus antwortet

Standardmodell ist seit dem 19.05.2026 Gemini 3.5 Flash. Die Angabe gilt laut Google weltweit.

DatumModellstand im KI-Modus
05.03.2025angepasste Version von Gemini 2.0
20.05.2025angepasste Version von Gemini 2.5
18.11.2025Gemini 3 Pro über ein Auswahlfeld, nur USA
17.12.2025Gemini 3 Flash als Standardmodell
19.05.2026Gemini 3.5 Flash als Standardmodell

Das Modell hinter dem KI-Modus hat sich in 15 Monaten fünfmal geändert. Jede Messung an dieser Oberfläche trägt damit ein Haltbarkeitsdatum.

Der Beitrag zur LLM Visibility trennt Trainingswissen und Abruf zur Laufzeit.

Wie Google AI Mode in den DACH-Raum kam

Vom Labs-Experiment zur allgemeinen Verfügbarkeit des KI-Modus

Der KI-Modus startete am 05.03.2025 als Experiment in Google Labs. Zugang hatten zuerst Abonnenten von Google One AI Premium. Am 20.05.2025 fiel die Labs-Anmeldung für die USA weg. Google kündigte im selben Beitrag einen eigenen Tab in der Suche an.

Search Labs beschreibt Google als Programm, in dem Nutzer frühe Funktionen der Google Suche ausprobieren und Rückmeldung geben.

Labs bleibt die Vorschaustufe für Zusatzfunktionen im KI-Modus. Daten aus Search-Labs-Experimenten erscheinen in der Search Console überhaupt nicht.

Seit wann der KI-Modus auf Deutsch antwortet

Im Oktober 2025 startete der KI-Modus in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Google nennt dazu über 35 neue Sprachen und über 40 neue Länder und Regionen.

Hema Budaraju, Vice President Product Management Search, beschreibt den KI-Modus im deutschen Google-Blog als neue Möglichkeit, komplexe mehrteilige Fragen und Folgefragen direkt in der Suche zu stellen. Google nennt dort selbst eine Einschränkung. Als KI-Produkt in einer frühen Phase liege man nicht immer richtig.

Der Funktionsumfang im DACH-Raum bleibt hinter dem amerikanischen zurück. Google testet neue Produkte zuerst in den USA und nennt dort agentische Buchungen und eigene Mini-Apps. Frankreich blieb im Oktober 2025 ganz außen vor und bekam die generativen Funktionen nach der Berichtslage erst im Juli 2026.

Query Fan-out: wie der KI-Modus eine Suchanfrage zerlegt

Googles eigener Wortlaut zur Fan-out-Technik

Query Fan-out ist Googles eigener Begriff und steht seit dem 05.03.2025 in vier Google-Dokumenten. Die Suchhilfe beschreibt das Verfahren als Zerlegung der Frage in Teilthemen, die gleichzeitig über mehrere Datenquellen gesucht werden.

Der Optimierungsleitfaden führt dazu ein Beispiel. Aus der Frage nach einem verkrauteten Rasen entstehen Teilanfragen zu Herbiziden, zur Entfernung ohne Chemie und zur Vorbeugung. Die Logik ist damit offengelegt.

Wie diese Mechanik die Auswahl von Quellen verändert, behandelt der Beitrag zur Generative Engine Optimization. Hier zählt die Zuschreibung des Begriffs an Google.

Warum der KI-Modus ein breiteres Set an Links zeigen kann

Google nennt als mögliche Folge des Fan-out ein breiteres und vielfältigeres Set hilfreicher Links. Die Formulierung steht in der Search-Central-Dokumentation zu KI-Funktionen.

Ein Traffic-Versprechen steht dort nicht. Google schreibt „a wider and more diverse set of helpful links“, und mehr sagt Google dazu nicht. In der Praxis sehen wir, dass genau diese Stelle in Ratgebern zu einer Klickprognose ausgebaut wird.

Eine Folgefrage im KI-Modus zählt laut Google als neue Suchanfrage. Ein Dialog aus fünf Fragen erzeugt in den Berichten also fünf Anfragen.

AI Mode und AI Overviews nennen verschiedene Quellen

Was Google selbst zum Unterschied beider Oberflächen sagt

In der Search-Central-Dokumentation zu KI-Funktionen steht der Satz, der diesen Beitrag trägt. AI Mode und AI Overviews könnten verschiedene Modelle und Techniken verwenden. Deshalb variiere das Set der Antworten und Links, die beide zeigen.

Google trennt auch die Aufgaben. AI Overviews sollen den Kern eines komplizierten Themas schneller erfassbar machen. Der KI-Modus ist laut derselben Seite für Anfragen gedacht, die Vertiefung, Schlussfolgerung oder komplexe Vergleiche brauchen. Zwei Oberflächen desselben Anbieters schicken den Leser damit zu verschiedenen Websites.

Die Messung: gleiche Antwort, 13,7 Prozent gleiche Citations

Ahrefs hat den Vergleich am 15.12.2025 veröffentlicht. Grundlage waren 540.000 Anfragepaare für den Citation-Vergleich und 730.000 Anfragepaare für den Inhaltsvergleich. Die Daten stammen aus September 2025 und aus den USA.

Das Ergebnis hat zwei Hälften. In neun von zehn Fällen stimmten die beiden Antworten inhaltlich überein. Die Citations überschnitten sich zu 13,7 Prozent.

Die Zahlen beschreiben einen früheren Modellstand. Im September 2025 lief im KI-Modus eine angepasste Version von Gemini 2.5. Eine Messung unter Gemini 3.5 Flash liegt bislang nicht vor.

Als Aktualitätscheck taugt die SISTRIX-Auswertung vom 28.04.2026. Sie misst auf Domain-Ebene einen Jaccard-Index von 0,17 zwischen beiden Oberflächen. Die Streuung solcher Messungen behandelt der Beitrag zum Prompt Tracking.

Warum der KI-Modus mehr Marken nennt als die AI Overviews

Dieselbe Ahrefs-Auswertung zählt Entitäten in den Antworten. Der KI-Modus nennt 2,5-mal so viele Personen- und Marken-Entitäten wie die AI Overviews.

Wer prüfen will, ob eine Marke in Googles KI-Antworten vorkommt, findet im KI-Modus mehr Nennungen zum Abgleich. Wie sich solche Nennungen erfassen und bewerten lassen, steht im Beitrag zu AI Mentions.

Die Zahl beschreibt, was die Oberfläche ausgibt. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Erwähnungen im Web und einer Citation im KI-Modus ist damit nicht belegt.

Was der KI-Modus in der Google Search Console zeigt

Wo die Search Console den KI-Modus zählt

Seit dem 16.06.2025 zählt der KI-Modus in die Gesamtwerte der Search Console. Google berichtet die Daten im Performance-Bericht unter dem Suchtyp Web. Sie stehen damit im selben Topf wie die klassischen Suchergebnisse. Daran hat der neue Bericht von 2026 nichts geändert.

Die Zählregeln nennt Google in der Hilfe zu den Erscheinungsformen. Ein Klick auf einen externen Link im KI-Modus zählt als Klick. Für Impressionen gelten die Standardregeln, und die Position folgt laut Google „the same methodology as a Google Search results page“.

Bei den AI Overviews gilt eine andere Regel. Ein AI Overview belegt eine einzige Position, und alle Links darin bekommen sie zugewiesen.

Einen eigenen Suchtyp oder einen Erscheinungsbild-Filter für den KI-Modus gibt es nicht. Die Search Console kennt weiterhin nur die Suchtypen web, image, video und news.

Der Search-Console-Bericht zu generativen KI-Funktionen

Am 03.06.2026 hat Google einen eigenen Bericht für generative KI-Funktionen gestartet. Er zeigt laut Google-Hilfe Daten dazu, wie eine Website in den generativen KI-Funktionen der Google Suche abschneidet. Abgedeckt sind AI Overviews und AI Mode gemeinsam.

Die Kennzahl ist die Impression. Google definiert sie als „how many times links to your site were shown to a user in a generative AI feature“. Als Dimensionen nennt Google Pages, Countries, Devices und Dates.

Google schreibt, dass nicht alle Properties Zugriff auf den Bericht haben. Der Bericht startete bei einer Teilmenge britischer Website-Betreiber.

Was der Bericht zum KI-Modus nicht enthält

Nach unserer Erfahrung ist das die Stelle, an der SEO- und Marketing-Teams zum ersten Mal stocken. Der Bericht ist da, die erhoffte Auswertung liegt darin aber nicht.

Frage an den BerichtAntwort
Klicks aus dem KI-Modus?nein, nur Impressionen
AI Mode getrennt von AI Overviews?nein, beide gebündelt
eigener Suchtyp oder Filter?nein
Welche Suchanfrage die Impression ausgelöst hat?nein, keine Query-Dimension
Daten aus Search Labs?nein, ausdrücklich ausgeschlossen

Googles Optimierungsleitfaden verweist für die Messung genau auf diesen Bericht. Der Leitfaden nennt den Begriff „AI Mode“ an keiner Stelle und spricht durchgehend von generativen KI-Funktionen.

Google Analytics schließt die Lücke nicht. In der Hilfe zu den Standard-Kanalgruppen ordnet Google Klicks aus AI Overviews und dem KI-Modus der organischen Suche zu. Der Kanal für KI-Assistenten deckt „sources like ChatGPT, Gemini, Deepseek, Copilot, or Grok“ ab und schließt Googles eigene Oberflächen ausdrücklich aus.

Damit fallen die verbreiteten Bastellösungen weg. Die kursierenden Regex-Listen zielen auf chatgpt.com oder perplexity.ai, während der KI-Modus als organischer Google-Traffic ankommt. UTM-Parameter hängt Google nicht an.

Im Mai 2025 trugen Links im KI-Modus das Attribut noreferrer, wodurch Klicks als Direktzugriff auftauchten. Nach der Berichtslage hat Google den Fehler Ende Mai 2025 behoben. Wer 2026 noch von Direktzugriffen liest, liest über einen alten Stand.

Google hat im September 2025 zusätzlich den Parameter num=100 abgeschaltet. Danach fielen die ausgewiesenen Impressionen vieler Websites, ohne dass sich an der Sichtbarkeit etwas geändert hatte. Wer über diesen Bruch hinweg vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Zählungen.

Der Schalter, mit dem sich generative KI-Funktionen abwählen lassen

Was der Schalter in der Search Console bewirkt

Am 03.06.2026 hat Google einen Schalter angekündigt, mit dem Website-Betreiber die Darstellung in generativen KI-Funktionen steuern. Mrinalini Loew, General Manager Google Search Ecosystem, beschreibt ihn im Google-Blog mit den Worten „beginning to test“.

Der Schalter sitzt in der Search Console. Er entscheidet, ob eine Website in den generativen KI-Funktionen erscheint und dort Antworten mit stützt. Genannt sind AI Overviews, AI Mode und AI Overviews in Discover.

Googles eigener Satz zur Folge ist knapp. Websites, die sich abmelden, erhalten aus den generativen Funktionen keinen Traffic und keine Impressionen. Ob der Schalter im August 2026 in deutschen Konten verfügbar ist, hat Google nicht mitgeteilt.

Der Schalter ergänzt den älteren Weg über die robots.txt. Welche Crawler Google für welches System einsetzt und was das Token Google-Extended regelt, steht im Beitrag zur AI Search Optimization.

Warum der Schalter kein Ranking-Signal ist

Google schreibt zu dem Schalter, er werde außerhalb der generativen KI-Funktionen nicht als Ranking-Signal verwendet. Auswirkungen auf die Position in den klassischen Suchergebnissen nennt Google keine.

In der Praxis sehen wir, dass diese Rechnung vor allem Publisher beschäftigt, deren Geschäft an Besuchern hängt. Für eine Marke, die in KI-Antworten als Quelle vorkommen will, fällt die Abwägung eindeutiger aus.

Was für Sichtbarkeit im KI-Modus zu tun ist

Was aus der Suchmaschinenoptimierung im KI-Modus unverändert gilt

Google nennt für den KI-Modus keine eigenen Anforderungen. Die Best Practices der Suchmaschinenoptimierung gelten laut Google für die KI-Funktionen der Suche weiter. Die Zitate dazu stehen im Beitrag zur AI Search Optimization. Seitenstruktur, technisches SEO und die Pflege im CMS gehören nicht zu unserem Gewerk.

Für das Verständnis in KI-Systemen müssen Inhalte laut Optimierungsleitfaden nicht in Kleinstteile zerlegt werden. Und für generative KI-Suche muss niemand anders schreiben als sonst. Google empfiehlt stattdessen Content mit eigenem Blickwinkel.

Das Handwerk am Text behandelt der Beitrag zur Answer Engine Optimization. Dort stehen auch die Linie von den Featured Snippets zu den heutigen KI-Antworten und der Eingriffstest zu Schema Markup mit seinem Ergebnis. Ob man diese Arbeit AEO nennt, ändert an ihrem Inhalt nichts.

Woher die Quellen des KI-Modus außerhalb der eigenen Website kommen

Der KI-Modus zieht in Deutschland überwiegend deutschsprachige Quellen. SISTRIX misst dafür einen Anteil von 80 Prozent. ChatGPT greift laut derselben Auswertung auch bei deutschen Suchanfragen zu 68 Prozent auf englischsprachige Quellen zurück.

Der Quellenpool ist zugleich kleiner, als die Menge der Treffer vermuten lässt. SISTRIX zählt für Deutschland 13,5 Domains je Antwort. In 86 Prozent der Anfragen bilden eine bis fünf Domains einen stabilen Kern. Der Rest rotiert wöchentlich.

Dieser Kern besteht aus den Websites anderer Leute. Genau dort arbeiten wir. GetMentioned ist eine Linkbuilding-Agentur mit eigenem Placement-Marktplatz. Full Service im Linkaufbau, kein Full-Service-SEO.

Die Mechanik spricht für diese Arbeit. Ein System, das seine Antwort aus mehreren Quellen zusammensetzt, findet für ein Unternehmen umso mehr Anhaltspunkte, je mehr unabhängige Seiten dasselbe berichten. Authority entsteht aus wiederkehrenden Signalen von anderen Websites, und das Zusammenspiel von Erwähnungen und Links behandelt der Beitrag zu Mentions und Linkbuilding.

Nach unserer Erfahrung liegt der Engpass selten an der eigenen Website. Er liegt an der Zahl unabhängiger deutschsprachiger Seiten, die dasselbe über eine Marke berichten. Eine Faktenseite auf der eigenen Domain ergänzt das, und wie sie aussieht, steht im Beitrag zur Grounding Page.

Die meiste Arbeit am KI-Modus geht in Einstellungen und Berichte. Am Ergebnis ändert sie wenig, weil Google die Antwort aus deutschsprachigen Seiten baut, die anderen Leuten gehören.
David Hahn, Geschäftsführer GetMentioned

Eine Studie mit offengelegter Methodik, die den ursächlichen Zusammenhang zwischen Erwähnungen und Citations im KI-Modus misst, gibt es bislang nicht. Wer eine Garantie verspricht, hat den Beleg dafür nicht.

Fünf Aussagen zum KI-Modus, die der Prüfung nicht standhalten

Für diesen Beitrag haben wir die Aussagen geprüft, die ein SEO-Tool zum Thema als abzudeckende Information auswarf. Fünf davon halten in der vorgelegten Form nicht stand.

Die Behauptung, über 50 Prozent der Suchen endeten ohne Klick

Die Aussage vermischt zwei Kennzahlen, und für beide liegt sie zu niedrig. „Ohne Klick“ heißt kein Klick auf irgendetwas. „Ohne Klick auf externe Webseiten“ zählt Klicks auf Google-eigene Ziele mit.

Der belastbare Wert für die USA liegt höher. Er steht mit Anbieter, Zeitraum und Bezugsgröße im Beitrag zur Answer Engine Optimization. Für Deutschland gibt es keinen vergleichbaren laufenden Wert.

Die konkrete Formulierung trägt besser. Ein übernehmbarer Satz lautet: „In den USA endeten im Frühjahr 2026 rund zwei Drittel aller Google-Suchen ohne jeden Klick.“ Wer so schreibt, nennt Land, Zeitraum und Bezugsgröße.

Der KI-Modus senke die Zahl klickloser Suchen

Für den KI-Modus ist die Gegenrichtung gemessen. Die vorliegenden Clickstream-Auswertungen finden dort einen sehr kleinen Anteil externer Klicks. Eine Erhebung, die einen Rückgang klickloser Suchen für den KI-Modus belegt, existiert nicht.

Die genauere Fassung trägt besser. Ein übernehmbarer Satz lautet: „Für den KI-Modus liegt keine Erhebung vor, die einen Rückgang klickloser Suchen zeigt.“ Die vorliegenden Clickstream-Auswertungen messen dort einen kleinen Anteil an Sitzungen mit Klick auf eine externe Website.

Die Behauptung geht auf eine Verwechslung zurück. Der leichte Rückgang der Zero-Click-Rate ist für AI Overviews gemessen. Diese Zahl und ihre Einordnung stehen im Beitrag zum Sichtbarkeitsindex.

Googles Angabe vom Juli 2026, man schicke wöchentlich Milliarden Klicks über KI-Funktionen an Websites, ist eine absolute Zahl. Ohne Bezugsgröße sagt sie zur Zero-Click-Rate nichts.

Die Behauptung, KI-Zusammenfassungen steigerten die Kaufabsicht

Die Quelle sagt etwas anderes, und sie enthält keine Zahl. Liz Reid, VP Head of Google Search, schrieb am 06.08.2025 von gestiegener Klickqualität. Google definiert Qualität dort als Klick, bei dem der Nutzer nicht schnell zurückspringt.

Das ist eine Engagement-Größe. Zur Kaufabsicht liegt keine Google-Aussage vor. Die Angabe betrifft außerdem AI Overviews und die Suche insgesamt.

Die belegbare Fassung ist enger. Ein übernehmbarer Satz lautet: „Google berichtet für seine KI-Funktionen eine gestiegene Klickqualität und meint damit Klicks ohne schnellen Rücksprung.“ Zur Kaufabsicht steht dort nichts.

Der strukturelle Punkt wiegt schwerer. Google rechnet Klicks aus AI Overviews und dem KI-Modus der organischen Suche zu, und Googles eigener Bericht weist für generative Funktionen keine Klicks aus. Die Klickqualität aus einer KI-Zusammenfassung lässt sich außerhalb von Google nicht prüfen.

Rankings und E-E-A-T im KI-Modus, zwei Behauptungen ohne Messung

Bei den Rankings stimmt die Richtung. Die Überlappung mit den organischen Top 10 fällt im KI-Modus niedriger aus als in den AI Overviews. Die vorliegenden Messungen dazu liegen allerdings um den Faktor 2,5 auseinander.

Ein Aufbaufehler kommt dazu. Alle Studien vergleichen die Citations gegen die Top 10 der ursprünglichen Suchanfrage, während der KI-Modus per Query Fan-out mehrere Teilanfragen stellt. Eine niedrige Überlappung ist damit schon durch den Aufbau zu erwarten.

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Der Begriff stammt aus den Search Quality Rater Guidelines und beschreibt, worauf menschliche Bewerter achten. Eine Kennzahl dafür hat Google nie veröffentlicht.

Damit lässt sich auch keine Zunahme messen. Die Aussage, E-E-A-T gewinne im KI-Modus an Bedeutung, hat keine Bezugsgröße. Die Ranking-Zahlen für die AI Overviews und ihre Einordnung stehen im Beitrag zur Generative Engine Optimization.

Der KI-Modus sei der neue Standard der Google Suche

Googles Dokumentation beschreibt zum Stand August 2026 durchgehend eine aktive Auswahl über Adresse, Button oder Tab. Zur neuen Suchbox schreibt Google, man bekomme weiterhin die gewohnte Bandbreite an Ergebnissen.

Zum Standard erklärt hat Google das Modell im KI-Modus, nämlich Gemini 3.5 Flash. Der KI-Modus selbst bleibt eine Oberfläche, die aktiv gewählt wird.

Google nennt für den KI-Modus über eine Milliarde monatlich aktive Nutzer, Datenstand Mai 2026. Das ist eine Selbstauskunft, und sie zählt Menschen und keine Suchanfragen. Zum Suchverhalten gibt Google an, eine Anfrage im KI-Modus sei dreimal so lang wie eine klassische Suchanfrage. Unabhängige Messungen liegen darunter.

Fazit: Google AI Mode SEO ist zuerst eine Messfrage

Der KI-Modus und die AI Overviews kommen zur selben Antwort und belegen sie mit verschiedenen Quellen. Google nennt als möglichen Grund verschiedene Modelle und Techniken. Wer für eine der beiden Oberflächen arbeitet, arbeitet an einem Quellenpool, aus dem die andere nicht zwingend schöpft.

Innerhalb der eigenen Domain bleibt danach wenig zu prüfen. Der Bericht in der Search Console zeigt Impressionen ohne Klicks, ohne Suchanfragen und ohne Trennung der beiden Oberflächen. Google Analytics rechnet die Besuche der organischen Suche zu.

In der Praxis sehen wir, dass Teams an dieser Stelle die Frage wechseln. Sie fragen, ob ihre Marke in dem Quellenpool vorkommt, aus dem der KI-Modus schöpft. In Deutschland ist dieser Pool zu 80 Prozent deutschsprachig. Je Antwort zählt SISTRIX 13,5 Domains.

Häufige Fragen

Was ist Google AI Mode?

Eine eigene Oberfläche der Google Suche, die eine Frage mit einem generierten Text beantwortet und dazu Links ins Web setzt. Auf Deutsch heißt sie KI-Modus. Der Zugang läuft über google.com/ai, einen Button auf der Startseite oder einen Tab auf der Suchergebnisseite.

Was ist der Unterschied zwischen AI Mode und AI Overviews?

AI Overviews stehen auf der Ergebnisseite über den organischen Treffern, der KI-Modus ist eine eigene Ansicht mit Folgefragen. Google schreibt, beide verwendeten verschiedene Modelle und Techniken und zeigten deshalb verschiedene Antworten und Links. In einer Ahrefs-Auswertung vom 15.12.2025 überschnitten sich ihre Citations zu 13,7 Prozent.

Seit wann gibt es den KI-Modus auf Deutsch?

Seit Oktober 2025. Google hat den Start für Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen mit über 40 neuen Ländern angekündigt.

Welches Modell antwortet im KI-Modus?

Standardmodell ist seit dem 19.05.2026 Gemini 3.5 Flash, weltweit. In 15 Monaten hat Google das Modell fünfmal gewechselt.

Sehe ich in der Google Search Console, ob ich im KI-Modus vorkomme?

Nur teilweise. Der Bericht zu generativen KI-Funktionen zeigt Impressionen für die eigenen Seiten, gebündelt für AI Overviews und AI Mode. Klicks, Suchanfragen und eine Trennung der beiden Oberflächen enthält er nicht.

Kann ich Besuche aus dem KI-Modus in Google Analytics erkennen?

Nein. Google ordnet Klicks aus AI Overviews und dem KI-Modus der organischen Suche zu und schließt die eigenen Oberflächen vom Kanal für KI-Assistenten aus.

Braucht der KI-Modus eine eigene Optimierung?

Google nennt für AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen Anforderungen und schreibt, die Best Practices der Suchmaschinenoptimierung gälten weiter. Die Zitate dazu stehen im Beitrag zur AI Search Optimization.

Was ist Query Fan-out?

Googles Begriff für die Zerlegung einer Suchanfrage in Teilanfragen, die gleichzeitig über mehrere Datenquellen laufen. Google nennt als Folge ein breiteres und vielfältigeres Set an Links auf der SERP des KI-Modus.

Lässt sich die Darstellung in generativen KI-Funktionen abschalten?

Google testet seit dem 03.06.2026 einen Schalter in der Search Console dafür. Websites, die sich abmelden, erhalten laut Google keinen Traffic und keine Impressionen aus den generativen Funktionen. Ob er in deutschen Konten verfügbar ist, hat Google nicht mitgeteilt.

Wie messe ich KI-Sichtbarkeit im KI-Modus?

Über wiederholte Abfragen mit festen Fragen, weil eine Einzelmessung zu stark streut. Die Methodik steht im Beitrag zum Prompt Tracking, die Einordnung im Beitrag zur AI Visibility.

David Hahn

Über den Autor

David Hahn

Geschäftsführer GetMentioned

David baut seit 2016 Linkaufbau- und Digital-PR-Prozesse, erst als Agentur unter SEO Galaxy, heute als Plattform mit GetMentioned. Er hat eigene Projekte von null auf siebenstelligen Monats-Traffic skaliert und tausende Kampagnen für Kunden umgesetzt. Hier schreibt er über das, was in der Praxis wirkt, und über das, was nur Budget kostet.

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